Hohe Ehrung mit Europa-Urkunde

Urkunden-Verleihung in München mit Oberbürgermeister Christian Moser (v.l.), Staatssekretär Bernd Sibler, Schulleiter Johann Riedl, Staatsministerin Beate Merk, Jessica Haas (Schülerin der 10. Klasse), Isabell Sagmeister (Auszubildende zur Bankkauffrau, Klasse BA 12A) und Landrat Christian Bernreiter. − Foto: Bayerische Staatskanzlei

Wirtschafts- und Berufsschule macht sich um Europa verdient
Dafür bekam die Schule eine Urkunde von Ministerin Beate Merk

Deggendorf. Europaministerin Dr. Beate Merk hat jetzt in München sieben bayerische Schulen aus allen Regierungsbezirken mit der Europa-Urkunde 2017 ausgezeichnet. Aus Niederbayern hat die Deggendorfer Staatliche Wirtschaftsschule und Kaufmännische Berufsschule die Urkunde erhalten.

Unsere Schule darf nunmehr dieses Logo führen:

Das Logo der Europa-Schulen

Die Ministerin würdigte beim Festakt im Prinz-Carl-Palais das vielfältige europäische Engagement der ausgezeichneten Schulen und ermutigte junge Menschen, sich für die europäische Idee einzusetzen. Ministerin Merk: "Die Schülerinnen und Schüler der heute ausgezeichneten Schulen stehen stellvertretend für viele europabegeisterte junge Menschen in Bayern. Mit solch engagierten jungen Europäern blicke ich beruhigt in die Zukunft, denn Sie alle haben Europa im Blut – schon von Kindesbeinen an. Sie setzen sich ein für ein Miteinander über Ländergrenzen hinweg und denken und handeln international. Sie sind Vorbilder für den europäischen Gedanken und die besten Baumeister für das Europa der Zukunft."
Die Delegation der Staatlichen Wirtschaftsschule und Kaufmännischen Berufsschule vor dem Prinz-Carl-Palais in München

Die Staatliche Wirtschaftsschule und Kaufmännische Berufsschule Deggendorf bietet ihren Schülerinnen und Schülern ein breit gefächertes Portfolio an internationalen Qualifizierungsmöglichkeiten. Dazu gehören zum Beispiel Kurse zum Erwerb des "KMK-Fremdsprachenzertifikats Englisch" oder des Europäischen Computerführerscheins (ECDL), der in 148 Ländern anerkannt ist. Die neunte Jahrgangsstufe hat im Rahmen von Erasmus die Möglichkeit, ein Auslandspraktikum in Betrieben in Großbritannien zu absolvieren. Die Schüler erhalten damit die Chance für einen guten Start ins Berufsleben in einer international vernetzten Welt.− dz

  • Bericht vom Elternbeirat Open or Close

    Im vergangenen Jahr hat der Elternbeirat – das Bindeglied zwischen der gesamten Elternschaft und der Schule – sowohl finanziell geholfen als auch aktiv das Schulleben mitgestaltet. Er unterstützt die schulische Arbeit zum Wohle aller Schülerinnen und Schüler.

    Es wurden diverse Veranstaltungen bzw. Vorhaben im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten gefördert.

    So wurde der Aufenthalt im Schullandheim sowie die alljährlichen Kennenlerntage in der Veste Oberhaus in Passau unterstützt.

    Glücklicherweise konnten auch wieder die Skitage stattfinden. Bei den anfallenden Kosten für einen Snowboardlehrer wurde der Elternbeirat um eine Spende gebeten.

    Dies ist ausschließlich durch Ihre Spendenbereitschaft möglich, liebe Eltern! Wir rechnen für das kommende Schuljahr mit zunehmender Normalisierung des Schulbetriebes und damit darauf, dass gewohnte Veranstaltungen und Feste wieder stattfinden können. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit wieder bei diesen Anlässen.

    Am „Tag der offenen Tür“ zeigte der Elternbeirat nun wieder Face-to-Face-Präsenz. Bei sämtlichen Fragen von Eltern sowie interessierten Schülerinnen und Schülern standen die Mitglieder des Elternbeirats an ihrem Stand, beim Eingang der Wirtschaftsschule, „Rede und Antwort“.

    Die Staatliche Wirtschaftsschule Deggendorf hat sich – für das kommende Schuljahr – für den Pilotversuch „Digitale Schule der Zukunft“ beworben, was der Elternbeirat befürwortet hat.

    Nach vielen Jahren als Elternbeiratsvorsitzende verlässt Frau Nicole Miedl nun unser Gremium. Ein herzliches Dankeschön für die immer sehr gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit.

    Abschließend möchten wir Sie gerne darauf hinweisen, dass Sie sich mit Fragen oder Problemen jederzeit an die Mitglieder des Elternbeirats wenden können. Wir werden immer versuchen, Ihnen soweit als möglich zu helfen.

    Bettina Guggeis, Schriftführerin

  • 111 Wirtschaftsschüler starten gut vorbereitet in die Abschlussprüfungen Open or Close

    Am 23. Juni begannen die schriftlichen Abschlussprüfungen für rund 5.000 Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschulen in Bayern. Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo wünschte auf dem Portal des „Bayerischen Ministerium für Unterricht und Kultus“ den Prüflingen alles Gute: „Jetzt beginnt der Endspurt und die Ziellinie ist sichtbar. Mit dem Abschluss der Wirtschaftsschule gelingt ein guter Start ins Berufsleben oder auch eine erfolgreiche weitere Schullaufbahn. Für die anstehenden Prüfungen wünsche ich gute Nerven und ein glückliches Händchen!“

    Traditionell starteten die zentrale Abschlussprüfungen für die 111 Absolventinnen und Absolventen mit dem Fach Deutsch.

    Den Schülerinnen und Schülern standen zur Bearbeitung drei Aufgabenformate zur Auswahl: eine mehrgliedrige Textaufgabe zu einem pragmatischen Text, ein materialgestütztes Erörterungsthema oder eine mehrgliedrige Textaufgabe zu einem literarischen Text. So konnten sich die Schüler beim literarischen Text mit einem Auszug aus dem Roman „Herkunft“ von Saša Stanišić aus dem Jahre 2019 befassen. In dem Romanausschnitt geht es um einen Ich-Erzähler, der einen Kurs zu fotorealistischem Malen in der Schule belegt, um ein Mädchen kennenzulernen. Der Plan scheitert zunächst, er kommt aber später auf einer Feier doch mit ihr in Kontakt. Es war u. a. verlangt, den Inhalt gestrafft zusammenzufassen und eine Textstelle gezielt zu erläutern. Ferner konnten die Schüler bei dieser Aufgabe zwischen einem argumentativen und einem kreativen Schreibauftrag selbstständig auswählen. Dabei galt es, auch die vorgegebene situative Verortung des Schreibanlasses zu berücksichtigen und die der Kommunikationssituation entsprechende sprachliche Gestaltung zu wählen.

    Bei der materialgestützten Erörterung mussten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Chancen eines digitalen Schulalltags pro Woche auseinandersetzen. Ferner mussten geeignete Maßnahmen für dessen erfolgreiche Umsetzung aufgezeigt werden. Es wurden dabei ausgewählte Materialien zur Verfügung gestellt, die die Schüler bei der Erörterung mitzuberücksichtigen hatten.

    Die pragmatische Textaufgabe hatte einen Artikel von Nicole Grün mit dem Titel „Fake News kursieren in jeder Altersgruppe?“ aus der „Süddeutschen“ zum Gegenstand. Der Autor beschäftigt sich darin mit der Medienkompetenz junger Menschen. Es wird verdeutlicht, warum Jugendliche in der heutigen Zeit in besonderem Maße Falschmeldungen ausgesetzt sind. In Form einer Überblicksinformation und einer gestrafften Textwiedergabe sollten die Schülerinnen und Schüler ihr grundlegendes Textverständnis demonstrieren. Im Rahmen einer Erläuterung wurde zudem ihr vertieftes Text- und Sprachverständnis abgeprüft. Am Schluss stand die Aufgabe, einen argumentativen Text zu verfassen. So mussten die Schüler die Gründe für die seltene Nutzung von Tageszeitungen bzw. seriösen Nachrichtenportalen durch Jugendliche aufzeigen und ausgehend vom Text mögliche Maßnahmen zur Förderung der Attraktivität der Lektüre zuverlässiger Informationsquellen zum Tragen bringen.

    Die Schüler hatten zur Bearbeitung 270 Minuten Zeit.

    Laut Schulleiter, Oberstudiendirektor Johann Riedl, waren die Absolventinnen und Absolventen trotz der corona-bedingten Einschränkungen im letzten und in diesem Schuljahr bestens auf die Prüfungen vorbereitet. 

    Positiv aufgenommen wurde von den Schülern und Deutschlehrern ferner – so der Fachbetreuer Deutsch, Studiendirektor Gerhard Grimm – die Möglichkeit, dass an der Wirtschaftsschule aufgrund des neuen LehrplanPLUS auch ein literarisches Thema bearbeitet werden konnte. Insgesamt waren die Themen vielschichtig und sehr aktuell.

    Am Montag geht es dann weiter mit dem Fach Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle. Dienstag steht Englisch auf dem Programm. Am kommenden Donnerstag wird das Fach Mathematik geprüft. Die mündliche Prüfung zur Notenverbesserung ist für den 15. Juli vorgesehen. Die Abschlussfeier mit Übergabe der Abschlusszeugnisse findet am 21. Juli in der Stadthalle statt.

    Von Gerhard Grimm, Studiendirektor

    Die Prüflinge mit dem nötigen Sicherheitsabstand unter der Aufsicht des Schulleiters, Herrn Oberstudiendirektor Johann Riedl, und des Fachbetreuers Deutsch, Studiendirektor Gerhard Grimm
    Die Prüflinge mit dem nötigen Sicherheitsabstand unter der Aufsicht des Schulleiters, Herrn Oberstudiendirektor Johann Riedl, und des Fachbetreuers Deutsch, Studiendirektor Gerhard Grimm

  • Fotoshooting - Fotos für die Titelseite Open or Close

    „Hoamad is a Gfui“ – so ist das Motto der diesjährigen Schülerzeitung der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf, die nach den Pfingstferien zum zweiten Mal erscheint. Passend zu diesem Motto soll die Titelseite gestaltet sein. Und deswegen hat man sich für ein Fotoshooting der besonderen Art entschieden: Alexandra Linzmeier vom gleichnamigen Fotostudio wurde engagiert. Mit einem Kleinbus ging es für die in Tracht gekleideten Jungs und Mädels des Redaktionsteams – begleitet von FLin Karin Rager und StR Stefan Zitzelsberger - auf den Hof von Redaktionsmitglied Julia Nothaft nach Buch.

    Egal ob vorm Mähdrescher, auf dem Heuballen, im Mais oder vor dem aufgerichteten Holz – jeder machte eine tolle Figur. Die Fotos waren witzig, frech, bayrisch und einfach „Heimat pur“.

    „Es macht mega Spaß“, so Selina und Marina, die sich auch für einige Paar- und Einzelfotos in Pose stellten.

    Fotoshooting

  • Schulentwicklung 2022 an der Wirtschaftsschule Open or Close

    Schulentwicklung 2022 an der WSDEG

  • Sozialversicherungsexperten an der Staatlichen Wirtschaftsschule in Deggendorf Open or Close

    Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf konnten das Thema „Sozialversicherung“ praxisnah anhand von aktuellen Beispielen erleben. Weil die „Sozialversicherung“ ein wichtiger Themenbereich der Gehaltsabrechnung im Fach Berufsorientierung darstellt, freuten sich Schulleiter OStD Johann Riedl und StRin Andrea Wühr, dass sie die beiden Versicherungsexperten Carl Overbeck (Bezirksleiter Debeka und ehemaliger Wirtschaftsschüler) und Adrian Gensch (Bezirksleiter Debeka & Vertriebstrainer) als Referenten an der Schule begrüßen konnten.

    In einem Vortrag, der mit sehr anschaulichen Zahlen und Statistiken angereichert war, erfuhren die Schülerinnen und Schüler, wie eine Sozialversicherung aufgebaut ist und aus welchen Grundsystemen diese besteht.

    Die Thematik des Generationenvertrags wurde hier sehr anschaulich dargestellt. Die Schüler staunten nicht schlecht, als ihnen zum ersten Mal bewusst wurde, wie dieses Umlageverfahren überhaupt funktioniert. Denn das Umlageverfahren des Generationenvertrages funktioniert so, dass mit den laufenden Einnahmen eines Jahres gleichzeitig die Ausgaben des gleichen Jahres bezahlt werden. Bis auf einen kleinen Betrag zur Nachhaltigkeitsrücklage wird dabei nichts angespart.

    Zum Schluss wurde noch kurz auf die Ausbildung zur/m Versicherungskauffrau/-mann eingegangen. Da sich die Schüler der 9. Klasse gerade eifrig bewerben, erhielten diese hier einen Einblick über das Bewerbungsverfahren und die besonderen Anforderungen auf diese Stelle. Am Ende konnten die Schülerinnen und Schüler den Referenten noch Fragen stellen. Dieser interessante Input aus der Praxis soll den Schülern ein besseres Verständnis für das relevante Thema „Sozialversicherungen“ geben.

    Sozialversicherung Overbeck

  • Und Sie kommen dann doch wieder alle zurück … Open or Close

    Ehemalige Schulsanitäterin besucht die aktiven Schulsanitäter an der Staatlichen Wirtschaftsschule in Deggendorf

    Schulsanitätsdienst 2022 1Letzte Woche gab es bei den Schulsanitätern an der Staatlichen Wirtschaftsschule eine große Überraschung. Die ehemalige Schulsanitäterin Julia F., die jetzt beim BRK in Deggendorf eine Ausbildung zur Notfallsanitäterin absolviert, besuchte ihre Nachfolger an der Schule. Besondere Begeisterung rief bei den Schulsanitätern hervor, dass Julia dabei gleich noch einen Rettungswagen mitbrachte, um ihnen am konkreten Beispiel die Möglichkeiten und Grenzen der präklinischen Notfallversorgung aufzuzeigen.
    Julia war selbst viele Jahre als Schulsanitäterin an der Wirtschaftsschule in Deggendorf tätig und hat sich dann entschlossen, nach bestandenem Abitur, diesen Weg auch beruflich einzuschlagen.
    Die Schulsanitäter erwarteten mit großer Spannung die Ankunft des Rettungswagens von der Rettungswache Deggendorf. Nach einer kurzen theoretischen Einführung über den organisatorischen Ablauf einer Schicht, gab es gleich noch eine heiße Diskussion über die Zukunft des Rettungsdienstes, über Schockraum A und B und über die Einführung des Teledoktors in Bayern.
    Besonderes Interesse rief bei den Schülern auch der berufliche Werdegang der ehemaligen Kollegin hervor und man war auch über die sehr lange Ausbildungszeit zum Notfallsanitäter erstaunt.
    Dann war es endlich soweit, die Schüler durften sich das Fahrzeug und die sich darin befindliche Ausrüstung genauer ansehen. Selbstverständlich musste dann auch dem Lehrer, Herrn Schneider, der Blutdruck mit dem EKG-Gerät (LP 12) gemessen werden. Werte können hier jedoch an dieser Stelle nicht veröffentlicht werden, da sie der Schweigepflicht unterliegen.
    Die professionelle Sanitäterin erklärte den Schülern geduldig alle im RTW vorhandenen technischen Geräte und die medizinischen Ausrüstungsgegenstände. Da das Fahrzeug im Grunde als eine rollende Intensivstation konzipiert ist, können alle wesentlichen lebenserhaltenden Maßnahmen, wie z. B. Beatmung, EKG-Analyse, Defibrillation und Schockbekämpfung im Fahrzeug durchgeführt werden.
    Alle Materialien und Medikamente sind in einem RTW doppelt vorhanden, so kann man sie notfalls auch in den zehnten Stock oder an einen anderen Ort hinschleppen, um ein Menschenleben zu retten. Die Ausrüstung ist deshalb praktischerweise in einem tragbaren Rettungsrucksack verpackt, damit man schnell auch im unwegsamen Gelände Hilfe leisten kann. Die Packordnung des Rucksacks wurde fachmännisch von den Schulsanitätern begutachtet und über die Sinnhaftigkeit diskutiert. Alles war fein säuberlich an seinem Platz. Zu den grundlegenden Eigenschaften einer RTW-Besatzung zählt deshalb auch immer die Ordnung. Jede Schicht ist verpflichtet, das verbrauchte Material sofort wieder aufzufüllen und an den ursprünglichen Ort zurückstellen oder zu legen. Das Fahrzeug muss 24 Stunden voll einsatzbereit sein und sollte jederzeit mit Sanitätskräften ausrücken können. Schlamperei innerhalb der Mannschaft kann nicht geduldet werden. Immerhin geht es dabei ja um Menschenleben. Da zählt jede Sekunde, da müssen alle wissen, wo welches medizinische Gerät im Fahrzeug zu finden ist.
    Nicht erst seit Corona muss bei jedem Einsatz auch großer Wert auf die Durchführung der Hygiene im Fahrzeug gelegt werden. Alle patientenberührenden Teile müssen ständig gereinigt und desinfiziert werden. Beim Transport von infektiösen Patienten gibt es sogar eine besondere Schutzausstattung für das Personal.
    Selbstverständlich begutachteten die Schüler auch an der Rettungstrage alle möglichen Funktionen und probieren alles intensiv aus. Da gab es schon zahlreiche Hebel und Knöpfe zu drücken. Der eine oder andere Sanitäter durfte dabei auch das unheimliche Gefühl erleben, mit der Trage in den Rettungswagen geschoben zu werden. Dabei halfen immer alle mit, all dies geschah immer unter den wachsamen Augen der professionellen Retterin, damit ja kein Unfall entstehen konnte oder sich jemand gar die Finger einklemmt.
    Schulsanitätsdienst 2022 2Geduldig beantwortet Julia alle Fragen der Schüler. Dass eine Rettungsdienstschicht sowohl körperlich als auch seelisch belastend ist, konnten sich die Teilnehmer schon vorstellen. Die professionelle Sanitäterin erzählte den Schulsanitätern noch, dass besonders schwere Verkehrsunfälle, schwerstkranke und sterbende Patienten, aber auch alte, vereinsamte Personen, die in unzumutbaren häuslichen Verhältnissen leben müssen, häufig die Psyche des Rettungsdienstpersonals stark belasten. Insgesamt gesehen ist der Rettungsdienst ein äußerst anstrengender und kräftezehrender Beruf, und das alles läuft 24/7 in einem Drei-Schichtsystem. Es gibt kein Weihnachten und keinen Geburtstag. Wenn der Piepser losgeht, muss schnellstmöglich ausgerückt werden, selbst wenn man unter der Dusche steht oder gerade das Frühstück genießt.
    Als besonders belastend schilderte Julia Einsätze, bei denen Kindern betroffen sind. Die Frequenz dieser Einsätze ist zwar gering, aber deshalb nicht minder problematisch. Solche Einsatzmeldungen rufen auch bei erfahrenem Rettungspersonal immer eine gewisse Unruhe hervor.
    Der Rettungsdienst wird zunehmend bei allen Problemen der Menschen alarmiert. Es gibt deshalb auch zahlreiche Einsätze, in denen ein Eingreifen des Sanitätspersonals nicht unbedingt nötig ist. Häufig ist auch einfach nur Zuhören und psychische Betreuung gefragt, um das Leiden der Patienten zu mindern. Auf der anderen Seite steht häufig die ganze Bandbreite des Schreckens. Manchmal, so Julia, gibt es auch für das Sanitätspersonal bedrohliche Situationen. Da schaut man schon mal in ein gezücktes Messer oder wird sogar auch selbst tätlich angegriffen.
    Einer der Höhepunkte war selbstverständlich, den Schülern den Knopf für das Einschalten des Blaulichts im Fahrzeug zu zeigen. Draufdrücken durfte allerdings niemand.
    Alle Schulsanitäter waren von dem Besuch ihrer ehemaligen Kollegin begeistert. Julia selbst fand die Fortbildung auch für sich selbst gewinnbringend. Sie hat sich auch gefreut, mal wieder an ihrer alten Wirkungsstätte zu sein und es bereitete ihr großen Spaß, den Nachwuchs auszubilden. Zum Abschied sagte sie: „Gerne komme ich mal wieder!“ Ja, Julia, wir würden uns selbstverständlich auch sehr freuen, wenn du mal wieder zu uns zurückkommen würdest!

    Wir danke auch dem BRK Deggendorf für die Gelegenheit, einen RTW aus der Nähe betrachten zu können.

    Von Christoph Schneider

  • Premiere an der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf – erstmals Fachabiturprüfungen Open or Close

    Erstmals unterziehen sich 17 junge Leute nicht nur ihren Berufsabschlussprüfungen im Rahmen der dualen Berufsausbildung, sondern starten parallel dazu auch auf die letzte Etappe Richtung Fachabitur. Möglich macht dies das Bildungsprogramm “BerufsschulePLUS - BS+”, das exklusiv für die ganze Bildungsregion Deggendorf vor drei Jahren an der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf etabliert wurde. Nach drei intensiven Jahren mit Berufsausbildung PLUS abendlichem Zusatzunterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Gesellschaftswissenschaften und Naturwissenschaften stehen nun die schriftlichen Fachabiturprüfungen im Rahmen der „Prüfungsordnung für die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife (ErgPOFHR)“ an. Die schriftlichen Fachabiturprüfungen begannen am Montag mit dem Fach Deutsch.

    Die angehenden Fachabiturienten konnten aus den drei Aufgabengruppen „Erörterungen“, „Textanalysen und Interpretationen“ und „Interpretation eines epischen Textes“ auswählen. Zur Auswahl standen dann z. B. eine Erörterung zum Zusammenhang zwischen Bildung der Eltern und dem Bildungsweg der Kinder, die Analyse des Sachtextes von Adrian Lobe „Adblocker für die Stadt“ oder eine Interpretation des epischen Textes „Plumplori“ von Ingrid Noll.

    Anschließend waren Kondition und Konzentration gefragt, um in der viereinhalbstündigen Arbeitszeit das gewählte Thema erschöpfend zu behandeln.

    Am Dienstag steht Englisch auf dem Prüfungsprogramm bevor dann das Fach Mathematik am Donnerstag den Prüfungsreigen beschließt. Wenn alle Prüfungen erfolgreich absolviert sind, verfügen die Absolventinnen und Absolventen nach 13 Jahren - zehn Jahre zur mittleren Reife plus drei Jahre Berufsausbildung und Zusatzunterricht - sowohl über eine Ausbildung in einem qualifizierten und damit zukunftsträchtigen Beruf als auch über das allgemeine Fachabitur, das zum Studium eines beliebigen Faches an jeder Fachhochschule berechtigt. 

    Damit haben die Absolventinnen und Absolventen von „BerufsschulePLUS – BS+“ das Heft des Handelns in der Hand – entweder Weiterentwicklung im bisherigen Beruf, vielleicht sogar im Ausbildungsbetrieb oder aber berufliche Weiterqualifizierung in einem Studium. Vor diesem Hintergrund waren die letzten drei Jahre, die in der Kombination Berufsausbildung PLUS Zusatzunterricht sehr fordernd waren und den jungen Leuten viel abverlangt haben, mehr als gewinnbringend – sie öffnen die Tür in eine erfolgversprechende berufliche und damit auch private Zukunft. Dass diese Leistung auch gebührend gefeiert werden muss, versteht sich von selbst. Am Donnerstag, 7. Juli 2022, 18:30 Uhr wird es deshalb erstmals eine Feier zur Verleihung der Fachhochschulzeugnisse an der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf geben.

    Erstmals brüten Azubis an der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf über Fachabituraufgaben, um im Rahmen von „BerufsschulePLUS – BS+“ parallel zur Berufsausbildung das Fachabitur abzulegen, beobachtet von Schulleiter OStD Johann Riedl und dem Deutschlehrer OStR Christoph Schneider.

     

     

     

     

     

     

     


    Bild: Erstmals brüten Azubis an der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf über Fachabituraufgaben, um im Rahmen von „BerufsschulePLUS – BS+“ parallel zur Berufsausbildung das Fachabitur abzulegen, beobachtet von Schulleiter OStD Johann Riedl und dem Deutschlehrer OStR Christoph Schneider.

  • Tag der Vielfalt an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf Open or Close

    #Miteinander.Füreinander – so lautet das diesjährige Schulmotto der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf. „Miteinander für Vielfalt“ hieß es dann ganz konkret am jährlichen Tag der Vielfalt – organisiert und durchgeführt vom Werteteam der Schule, bestehend aus den Schülerinnen und Schülern Maja Hundsberger, Janina Dießinger, Hannah Dewald, Julia Lemberger, Eugenie Kotschelajewski, Luis Keckeis, Robert Strobl und Hannes Bachmeier sowie den Lehrkräften StRin Astrid Schützeneder, StR Michael Gleißner, StR Michael Loibl und der Schulsozialpädagogin Tuba Pfeilschifter. An diesem besonderen Vormittag durchliefen alle Jugendlichen der achten Jahrgangsstufe in kleinen Gruppen jeweils vier Stationen zu den Themen: Vielfalt an der WS DEG, Inklusion, Antidiskriminierung und Diversity.

    Vielfalt an der WS DEG: Bei der ersten Station wurde den Schülerinnen und Schüler die Interkulturalität der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf vorgestellt und bewusstgemacht. Sie betrachteten eine Weltkarte, an der von allen Wirtschaftsschülern ihre Herkunft und die ihrer Eltern mit einer Pinnnadel visualisiert wurde. Hierbei war interessant, dass die Jugendlichen nicht nur aus vielen europäischen Ländern abstammen, sondern auch aus weiter entfernten wie Sri Lanka, Indien, Kuba und vielen weiteren. Insgesamt sind an der Wirtschaftsschule 38 Nationen vertreten. Zu allen diesen Ländern mussten die Kleingruppen die Flaggen richtig zuordnen. Anschließend durften die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen in einem interaktiven Kahoot-Quiz testen, mit teils lustigen Fragen zu den verschiedenen Herkunftsländern („Was ist denn ein ‚Toad in the hole‘?“).

    Inklusion: An dieser Station wurde den Schülerinnen und Schülern anhand von Kurzfilmen, Erfahrungsberichten und weiteren Materialien das Thema „Inklusion“ näher gebracht. In einem Teamspiel, indem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterschiedliche Handicaps erfuhren, mussten die Schüler einen Ball mit Hilfe von Schnüren zu einem bestimmten Zielpunkt transportieren. Die Jugendlichen begriffen schnell, dass sie die Aufgabe mit Bravour schaffen, wenn alle zusammenhelfen. Niemand muss dabei ausgeschlossen werden, um erfolgreich zu sein.

    Antidiskriminierung: Als Einstieg in die dritte Station wurden den Schülerinnen und Schüler verschiedene Beiträge zu Diskriminierungen im Alltag vorgestellt. Die Statements, die einem persönlich schon einmal begegnet sind, wurden markiert. Darauf aufbauend wurde in eine kleine Diskussionsrunde übergeleitet, in der unter anderem die Fragen „Wann und wo beginnt Diskriminierung?“ und „Was kann man dagegen tun?“ aufgegriffen wurden. Abschließend überlegte sich die Gruppe einen starken Spruch gegen Diskriminierung.  Eine Jury kürt später den besten Spruch, welcher auf einem großen Transparent in der Pausenhalle ausgestellt wird.

    DIVERSITY: Bei der vierten Station klärte Karin Stempfhuber-Herde von „Up2You“, einem Beratungsangebot der profamilia Niederbayern e.V., die Jugendlichen über das Thema Diversität auf und konnte dabei viele offene Fragen beantworten. Homo- oder Bisexualität und Transgender sind nach wie vor „Tabu-Themen“ in der Gesellschaft. Betroffene leiden dabei sehr unter der Tabuisierung und Diskriminierung. Die Referentin gab hierzu wertvolle Tipps, z. B. „Wo kann ich mich als Interessierte/-r hinwenden? Wo gibt es Beratungsstellen?“.   

    Der Tag der Vielfalt war ein abwechslungsreicher und gewinnbringender Vormittag für die Schüler der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf. Durch die vier unterschiedlichen Stationen haben die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie vielfältig unsere Gesellschaft und wie wichtig ein wertschätzender Umgang miteinander ist. Zudem soll allen Jugendlichen verdeutlicht werden, dass jegliche Form von Intoleranz von Anfang an verhindert werden kann. Alle Schülerinnen und Schüler sollen eine Lernumgebung vorfinden, mit der sie sich identifizieren können und in der sich niemand ausgegrenzt fühlt.

    Schulleiter OStD Johann Riedl mit den TeilnehmerInnen an der „Länder-Station“.
    Bild1: Schulleiter OStD Johann Riedl mit den TeilnehmerInnen an der „Länder-Station“.

    Balltransport mit „Handicap“
    Bild2: Balltransport mit „Handicap“

    Kurzfilm zum Thema „Inklusion“
    Bild3: Kurzfilm zum Thema „Inklusion“

    Station „Diversity“.
    Bild4: Station „Diversity“.

    Station „Antidiskriminierung“.
    Bild5: Station „Antidiskriminierung“.

    Stark gegen Diskriminierung.
    Bild6: Stark gegen Diskriminierung.

  • Knifflige Knobelaufgaben beim Känguru-Wettbewerb an der Wirtschaftsschule Open or Close

    Mathematik besteht nicht darin, Formeln auswendig zu lernen und diese gezielt in Anwendungsaufgaben zu verwenden. Viel wichtiger ist es, einen eigenen Lösungsweg zu finden und ihn bei einem vorliegenden Problem anwenden zu können. Doch nicht nur für die Schülerinnen und Schüler ist dies relevant, sondern jeder von uns muss sich in alltäglichen (Problem)-Situationen einen geeigneten Weg suchen, der dann logisch und auch umsetzbar sein sollte. Dies ist oft mit viel „Denksport“ verbunden.

    Um die Jugendlichen für solche Aufgaben im Alltag vorzubereiten, sollten sie beim Känguru-Wettbewerb knifflige Knobelfragen innerhalb von 75 Minuten lösen. Alle Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe versuchten sich an den Aufgaben.

    Durchführung des Mathematik-Wettbewerbs am 18.03.2022 in der Klasse 7 B (Foto: Astrid Schützeneder). Durchführung des Mathematik-Wettbewerbs am 18.03.2022 in der Klasse 7 B (Foto: Astrid Schützeneder)

    Den ersten Platz an der Wirtschaftsschule erreichte Marina Kröplin (7 C), dicht gefolgt von Felix Neidl (7 A) und Jonas Krönauer (7 C). Letzterer konnte sich zudem das Känguru-T-Shirt sichern. Mit sechs nacheinander richtig beantworteten Fragen machte Jonas die meisten sogenannten Kängurusprünge. OStD Johann Riedl gratulierte den Besten und überreichte ihnen die Urkunden.

    OstD Johann Riedl und StRin Astrid Schützeneder überreichen die Urkunden und die Preise an die drei besten „Kängurus“ (Foto: Helena Ruppel).OStD Johann Riedl und StRin Astrid Schützeneder überreichen die Urkunden und die Preise an die drei besten „Kängurus“. (Foto: Helena Ruppel)

    Von StRin A. Schützeneder