Betriebspraktikum in England

20 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf erleben jedes Jahr zwei Wochen lang den Arbeitsalltag als „Assistant Teacher“ in englischen sozialen Einrichtungen sowie Kindergärten und Grundschulen in St Albans nahe London. Mittlerweile ist dieses Betriebspraktikum eine feste Einrichtung an der Wirtschaftsschule. Gefördert wird es von der EU im Rahmen des Förderprogramms Erasmus+.Die Teilnehmer des England-Praktikums 2018

In ihren Einsatzorten helfen unsere Schüler den englischen Kindern bei ihren Aufgaben, lesen vor, rechnen mit ihnen und unterstützen die Lehrkräfte im Unterricht. Beeindruckt sind alle von den strengen Regeln, die hier herrschen, und auch von der konsequenten Durchsetzung. Einige unserer Schüler haben es mit der Pünktlichkeit nicht ganz so genau genommen und mussten deswegen zum Direktor ihrer Schule.
Mittagessen am Einsatzort Kindertagesstätte

Untergebracht sind die zehn Mädchen und Jungs jeweils zu zweit oder zu dritt in Gastfamilien inklusive Verpflegung. Dort gewinnen sie neue Eindrücke und einen Einblick in das englische Leben. „Dahoam“ ist man jetzt zwei Wochen woanders, doch nach einiger Zeit meistern es alle souverän. Immer ein Thema ist das Essen in England, das ja keinen besonders guten Ruf hat. In einer Familie kochten die Gasteltern aber so gut, dass das höchste Lob ausgesprochen wurde: „Das schmeckt besser als bei meiner Mutter, und die ist top!“. Dies und andere Erlebnisse werden bei nachmittäglichen Unternehmungen nach der Arbeit oder bei gemeinsamen Abendessen in englischen Pubs mit den anderen und mit den begleitenden Lehrkräften Reinhold Altmann und Edda Rose besprochen.
Auch im England-Praktikum bleibt Raum für Freizeit und Spaß.

In der Wochenendfreizeit fahren wir nach Brighton und nach London. In London wird neben der Besichtigung von Kulturdenkmälern wie Buckingham Palace und Big Ben, einer Fahrt mit dem London Eye, dem Besuch von Madame Tussauds und einigem mehr natürlich auch ausführlich geshoppt.
Und plötzlich sind die beiden Wochen vorüber. Voller neuer Erfahrungen und Vorfreude auf daheim geht es für die Schüler nach Hause in den ganz normalen Alltag.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

  

  • Normalbetrieb am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Deggendorf? Open or Close

    Diese Frage kann Schulleiter OStD Johann Riedl nicht abschließend beantworten. „Aber wir sind auf alle Eventualitäten besten vorbereitet – organisatorisch, technisch und vor allem personell“, so Riedl. So wird man die in der Corona-Pandemie gewonnenen Kompetenzen in Sachen Distanzunterricht auch im neuen Schuljahr 2022/2023 sowohl auf Lehrer- als auch auf Schülerseite weiter ausbauen und professionalisieren. Möglichst früh im Schuljahr wird dazu ein „Stresstest“ durchgeführt, d. h. Schülerinnen und Schüler werden in Distanz beschult, es wird Manöverkritik geübt und in einem zweiten Durchgang die aufgedeckten Schwachstellen eliminiert. Über die technischen Voraussetzungen muss sich das Kollegium der Staatlichen Wirtschaftsschule und der Kaufmännischen Berufsschule dabei keine Gedanken machen. In allen Räumen stehen Smartboards, Visualizer und ausreichend „Internet-Kapazität“ zur Verfügung. Auch die personellen Voraussetzungen sind für jedes mögliche Unterrichtsszenario bestens. So konnten die Abgänge und Pensionierung aus dem vergangenen Schuljahr durch zehn Neuzugänge kompensiert werden. Neu am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum unterrichten:

    StRin Simone Altmann (Wirtschaft/Mathematik), StRin Stefanie Kiener (Wirtschaft/Deutsch), StR Otto Lutter (Wirtschaft/Religion), StRin Verena Schröder (Wirtschaft/Englisch), StRin Michaela Kronschnabl (Mathematik), StRin Stephanie Krügl (Wirtschaft/Deutsch), StRin Magdalena Nothaft (Wirtschaft/Englisch), Dipl.-Sportlehrerin Ina Hausinger, StRefin Laura Bogner (Wirtschaft/Mathematik) sowie StRefin Isabella Fesl (Wirtschaft).

    Neben den fachlich-pädagogischen Kompetenzen sind im Kollegium auch die informationstechnologischen Kompetenzen auf hohem Niveau, sodass ein erfolgreicher Unterricht sowohl in Präsenzform als auch in Distanzunterricht jederzeit gewährleistet ist.

    Deshalb liegt es nun in erster Linie an den Schülerinnen und Schülern, das Schuljahr 2022/2023 zu einem erfolgreichen Schuljahr werden zu lassen. An der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf machen sich dazu knapp 800 Auszubildende mit einem Ausbildungsberuf als Bankkaufmann, Steuerfachangestellter, Kaufmann für Büromanagement, Industriekaufmann, Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement, Einzelhandelskaufmann oder Verkäufer auf den Weg. Auch die Wirtschaftsschule Deggendorf wartet mit mehr als erfreulichen Zahlen auf. So wurden rund 100 Schülerinnen und Schüler neu in die zwei sechsten Klassen, vereinzelt in die Jahrgangsstufen sieben, acht und neun und die zwei zehnten Klassen der zweistufigen Form der Wirtschaftsschule aufgenommen. Insgesamt besuchen im Schuljahr 2022/2023 rund 430 Schülerinnen und Schüler die größte Wirtschaftsschule Niederbayerns, 120 werden am Ende des Schuljahres (hoffentlich) mit der mittleren Reife in der Tasche in eine Berufsausbildung oder eine andere Schule entlassen. Unter diesen Voraussetzungen, zusammen mit dem bevorstehenden Beginn des Neubaus, starten die beiden kaufmännischen Schulen Deggendorf optimistisch in das neue Schuljahr.

    Die „Neuen“ am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Deggendorf mit Schulleiter OStD Johann Riedl (re), den stellvertretenden Schulleitern StDin Nicole Schosser (3. von rechts)  und StD Christian Alt (links):   Von links: StR Otto Lutter, StRin Michaela Kronschnabl, Dipl.-Sportlehrerin Ina Hausinger, StRefin Isabella Fesl, StRin Verena Schröder, StRefin Laura Bogner, StRin Simone Altmann, StRin Stefanie Kiener und StRin Magdalena Nothaft. Es fehlt: StRin Stephanie Krügl (Wirtschaft/Deutsch)
    Bild: Die „Neuen“ am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Deggendorf mit Schulleiter OStD Johann Riedl (re), den stellvertretenden Schulleitern StDin Nicole Schosser (3. von rechts)  und StD Christian Alt (links):

    Von links: StR Otto Lutter, StRin Michaela Kronschnabl, Dipl.-Sportlehrerin Ina Hausinger, StRefin Isabella Fesl, StRin Verena Schröder, StRefin Laura Bogner, StRin Simone Altmann, StRin Stefanie Kiener und StRin Magdalena Nothaft.

    Es fehlt: StRin Stephanie Krügl (Wirtschaft/Deutsch)

  • How to Verschwörungstheorie Open or Close

    Am Ende des Schuljahres stand für die 9. Jahrgangsstufen der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf ein ganz besonderer Workshop am Programm: In „How to Verschwörungstheorie?!“, durchgeführt vom Verein „Inside Out – Prävention durch Bildung. Forschung. Kunst.“, wurden die wissenschaftlichen Grundlagen von Verschwörungstheorien vermittelt und sich anhand von kreativen Methoden zielgruppengerecht mit ihnen auseinandergesetzt. 

    Spätestens seit der Corona-Pandemie hat jeder schon einmal von Verschwörungstheorien gehört: Bill Gates und die WHO wollen alle Menschen chippen und ihre Weltherrschaft etablieren, Corona ist eine amerikanische Bio-Waffe zur Unterwerfung der Welt und so weiter...

    Doch Verschwörungstheorien sind keine moderne Erfindung. Sie sind ein Werkzeug mit dem Menschen schon lange versuchen, einander zu beeinflussen und Macht übereinander auszuüben. Bis heute sind Verschwörungstheorien eine immense Gefahr für die Demokratie und ein friedliches Zusammenleben. Deshalb müssen wir uns als Gesellschaft mit ihnen beschäftigen, sie verstehen und entkräften.

    Die Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule erlebten im Rahmen und gefördert von der Initiative „Demokratie Leben!“  einen äußerst spannenden Workshop. Die Teilnehmenden lernten, was verschiedene Verschwörungstheorien miteinander vereint und wie sich kritisches Nachfragen von dem Glauben an die Weltverschwörung unterscheiden lässt. Sie erlangten Orientierung, um in ihrem eigenen Umfeld mit Verschwörungstheorien umzugehen und sich und Bekannte vor diesen zu schützen.

     

    Referent Paul Marx mit Schulleiter OStD Johann Riedl, Frau Ursula Keßler von Demokratie Leben!, Initiator StR Michael Gleißner und Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf
    Bild 1: Referent Paul Marx mit Schulleiter OStD Johann Riedl, Frau Ursula Keßler von Demokratie Leben!, Initiator StR Michael Gleißner und Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 A der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf

     

  • Sportfest im Schuljahr 2021/22 Open or Close

    Um den Schülerinnen und Schülern die leichtathletischen Disziplinen in einer Wettkampfsituation näher zu bringen, fand dieses Schuljahr das Sportfest an der Wirtschaftsschule statt. Dazu versammelten sich alle Jugendlichen der 6. bis 9. Jahrgangsstufe am 19.07.2022 im Donau-Wald-Stadion und durchliefen folgende Stationen: Weitsprung, Sprint und Ballwurf/Kugelstoßen. Lehrkräfte, aber auch entschuldigte Schülerinnen und Schüler dienten dabei als Kampfrichter. Die Ergebnisse wurden von Organisator OStR Huber kontrolliert und von StR Irber erfasst. In der letzten Schulwoche ehrte StD Alt die Besten des Wettkampfes:

    Schülerinnen und Schüler, die bei den Bundesjugendspielen eine Ehrenurkunde erreicht haben. (Foto: Manuela Lösl)
    Schülerinnen und Schüler, die bei den Bundesjugendspielen eine Ehrenurkunde erreicht haben (Foto: Manuela Lösl)

    Liste der Schulbesten nach Punkten:

     

    weiblich

    Punkte

    männlich

    Punkte

    1. Platz

    Selina Kaiser, 9 C

    1304

    Timo Wagner, 8 C

    1526

    2. Platz

    Emily Brunner, 9 C

    1176

    Tobias Bertl, 9 C

    1487

    3. Patz

    Eugenie Kotschelajewski, 9 D

    1120

    Valentin Hausinger, 9 B

    1460

     

    Beim Besuch der Schulleitung am Sportplatz wurden sofort die sportlichen Fähigkeiten beim Kugelstoßen getestet. Dabei konnte sich Herr Gruber mit einer Weite von 8,75 m gegen die zwei Schulleiter durchsetzen. Herr Riedl kam mit der 5-Kilo-Kugel auf 8,39 m und Herr Alt erzielte eine Weite von 7,60 m.

    Ein Dank geht vor allem an das Schulsanitätsteam, das trotz der Hitze zum Glück keine größeren Einsätze hatte.

    Von StRin Astrid Schützeneder

     


    Weitsprung: Leonhard Heimerl, 9 B (Foto von Astrid Schützeneder)      Weitsprung: Gesine Bauer, 7 A (Foto von Astrid Schützeneder)

    Kugelstoßen: Selina Kaiser, 9 C (Foto von Astrid Schützeneder)   Weitwurf: Christoph Hesse, 7 C (Foto von Astrid Schützeneder)

    Weitwurf: Maximilian Maidl, 6 (Foto von Astrid Schützeneder)   Sprint: Maskottchen (= Angelina Achatz, 9 B) feuert die Jungs beim Sprinten an (Foto von Astrid Schützeneder)

    Sprint: Frau Fink gibt das Startsignal für Felix Neidl, Alexander Hoffmann und Xaver Reif, alle 7 A   Kugelstoßen: OStD Riedl, Schulleitung (Foto von Astrid Schützeneder)

     

     

    Kugelstoßen: OStR Alt, Schulleitung (Foto von Astrid Schützeneder)   Herr Abel, Frau Wenz und Frau Rose stoppten die Zeit beim Sprinten (Foto von Astrid Schützeneder)

    Frau Hofmeister und Herr Dezelak beim Weitsprung (Foto von Astrid Schützeneder)

     

    Leichtathletik-Bestenliste im Schuljahr 2021/22

    pdf 4919559 640

  • Stefan Himmel zum Studiendirektor befördert Open or Close

    In seiner Funktion als Fachbetreuer Mathematik wurde OStR Stefan Himmel zum Studiendirektor befördert. Schulleiter OStD Johann Riedl händigte die Ernennungsurkunde aus und gratulierte zur Beförderung. Den Glückwünschen schloss sich auch der stellvertretenden Schulleiter StD Christian Alt.

    Nachdem Stefan Himmel seinen mittleren Bildungsabschluss an der Staatlichen Realschule Plattling erhalten hatte, machte er eine Ausbildung zum Metzger im elterlichen Betrieb. Anschließend absolvierte StD Himmel seinen Grundwehrdienst in der Gäubodenkaserne Feldkirchen und entschloss sich danach, das Abitur an der BOS in Landshut nachzuholen. So ganz wollte Stefan Himmel aber seinen erlernten Beruf nicht aufgeben, so dass er mit dem Gedanken, künftig die Metzger an der Berufsschule zu unterrichten, ein Lehramtsstudium an der TU München aufnahm. Das Hauptfach Ernährungs- und Hauswirtschaftswissenschaften wurde durch das Zweitfach Mathematik ergänzt.

    Es folgte das Referendariat mit den Stationen Hotelberufsschule Viechtach, FOS Regen sowie der gewerblichen Berufsschule Deggendorf und BOS Landshut. Da es nach seinem Referendariat in ganz Niederbayern keine Planstelle für Ernährungswissenschaften an einer Berufsschule gab, entschloss sich StD Himmel im September 2006, eine Planstelle an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf anzunehmen. Diese Entscheidung erwies sich für ihn als Glückstreffer, da er neben Mathematik in den ersten Jahren auch Chemie, Biologie und Physik unterrichten konnte.

    Neben seinem unterrichtlichen Einsatz hatte Stefan Himmel viele Jahre als Verbindungslehrer ein offenes Ohr für die Probleme der Schülerinnen und Schüler. In dieser Funktion organisierte er unter anderem die SMV-Tage im Burgsteinhaus und brachte durch diverse Schulfeste Leben in die Schulfamilie. Im QmbS-Team war er für die Weiterentwicklung der Schule mitverantwortlich. Seit 2018 ist Stefan Himmel als externer Mitarbeiter für das ISB München tätig und leitet dort mehrere Arbeitskreise. Seit dem Schuljahr 2012/2013 hat StD Stefan Himmel die Fachbetreuung Mathematik an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf inne.

  • "Berufsschule plus" entlässt erste Absolventen Open or Close

    Bildungsgang in Deggendorf: Berufsausbildung plus Fachhochschulreife

    Erstmals sind jetzt Absolventen des neuen Modells "Berufsschule plus" ("BS plus") an der kaufmännischen Berufsschule Deggendorf verabschiedet worden. Die 14 jungen Leute haben nicht nur ihre Berufsausbildung abgeschlossen, sondern auch die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife erfolgreich abgelegt.

    Den Bildungsgang hatte die Berufsschule zum Schuljahresbeginn 2019/2020 exklusiv für die Bildungsregion Deggendorf einschließlich Bayerischem Wald angeboten. Die Berufsschüler haben – außerhalb der "normalen" Arbeitszeit im Ausbildungsbetrieb und außerhalb des "normalen" Unterrichts in der Berufsschule – Zusatzunterricht besucht, insbesondere in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik, aber auch in Gesellschaftswissenschaften und in Naturwissenschaften.

    Wie Schulleiter Johann Riedl bei der Entlassfeier sagte, sei die Zusatzbelastung enorm gewesen – nämlich sechs und in der zwölften Klasse sogar sieben Unterrichtsstunden zusätzlich pro Woche, immer abends, immer in der Zeit von 18 bis 21 Uhr. Die Gesamtheit aller Fachabiturzeugnisse liege bei Notenschnitt 2,4. Beste Absolventin war Eva Eisenreich mit Note 1,4 – die Industriekauffrau (Ausbildungsbetrieb: Zwiesel Kristallglas AG) wurde mit dem Preis der VR Geno-Bank Donau-Wald eG ausgezeichnet. Sie war allerdings wegen einer Urlaubsreise nicht zur Feier gekommen.

    Schulleiter OStD Johann Riedl überreicht das Zeugnis der Fachhochschulreife an Eva Eisenreich.
    Bild: Schulleiter OStD Johann Riedl überreicht das Zeugnis der Fachhochschulreife an Eva Eisenreich.

  • 99 haben es geschafft Open or Close

    Abschlussfeier an der Staatlichen Wirtschaftsschule – Auch mehrere Lehrer verabschiedet

    Durchschnittsnoten von 1,62 und besser haben sich die Besten der Wirtschaftsschule für ihre Mittlere Reife erarbeitet. Darüber freuten sich auch die zahlreichen Ehrengäste, die an diesem Tag bei der Abschlussfeier in der Stadthalle dabei waren. −Fotos: Millgramm
    Durchschnittsnoten von 1,62 und besser haben sich die Besten der Wirtschaftsschule für ihre Mittlere Reife erarbeitet. Darüber freuten sich auch die zahlreichen Ehrengäste, die an diesem Tag bei der Abschlussfeier in der Stadthalle dabei waren. −Fotos: Millgramm

        

    Deggendorf. 99 Schüler haben am Donnerstagnachmittag bei der Abschlussfeier der Wirtschaftsschule in der Deggendorfer Stadthalle ihre mittlere Reife gefeiert. Ausgezeichnet wurden zehn von ihnen mit Schul- und Staatspreisen für ihre besonderen Leistungen.

    "Bildung ist der Produktionsfaktor Nummer 1 der Zukunft", eröffnete stellvertretender Schulleiter Christian Alt seine Begrüßung. "Wie Sie diesem Leitsatz entnehmen können, beginnt die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes nicht erst in der Produktionshalle oder dem Forschungslabor, sondern bereits in den Schulen", stellte er fest. Mit der Ausbildung an der Wirtschaftsschule hätten die Jugendlichen einen guten Grundstein für ihre Zukunft gelegt. "Menschen mit Euren Qualifikationen werden derzeit vom Arbeitsmarkt regelrecht aufgesogen." Allerdings sei dies nur der erste Schritt – gemäß der Devise "lebenslanges Lernen" lägen noch viele weitere vor den Absolventen.

     

    Einen tollen Schnitt von 1,14 hat Vanessa Brand aus der Klasse 11b geschafft. Als Schulbeste wurde sie ausgezeichnet.
    Einen tollen Schnitt von 1,14 hat Vanessa Brand aus der Klasse 11 B geschafft. Als Schulbeste wurde sie ausgezeichnet.

    Eine Lebensweisheit gab stellvertretender Landrat Roman Fischer den Absolventen in seinen Grußworten mit auf den Weg: "Das Leben ist schön – von einfach war nie die Rede", stellte er fest. Ein großer und wichtiger Lebensabschnitt gehe nun dem Ende entgegen. Der Landkreis lege viel Wert auf die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen. Deshalb werde auch gerade ein neues Gebäude für die Wirtschaftsschule errichtet. "Wovon ihr jetzt natürlich nichts mehr habt", gab er dann mit einem Augenzwinkern zu. "Aber es wird ein Gewinn für alle künftigen Schüler sein."

    Zu dem tollen Erfolg des Abschlusses gratulierte Fördervereins-Vorsitzender Herbert Stadler. "Vor 44 Jahren, 1978, habe ich hier den Abschluss im ersten Jahrgang der Schule gemacht", erinnerte er sich zurück. Und immer noch sei er voll von der Schule überzeugt. "Ihr seid für Eure Zukunft hervorragend vorbereitet. Ihr startet in der Boomregion Deutschlands in Eure Zukunft – hier gibt es die meisten und bestbezahlten Jobs." Der Fachkräftemangel beschere den Absolventen gute Zukunftsaussichten. "Und überall werdet Ihr immer wieder Wirtschaftsschüler treffen." Der Förderverein übernehme für Zahlreiches die Kosten an der Schule. "Wir finanzieren uns aus Mitgliedsbeiträgen – und zufällig habe ich ein paar Beitrittserklärungen dabei", scherzte er und warb so indirekt für die Mitgliedschaft.

    Angela Merkels "Wir schaffen das" war das zentrale Thema der Abschlussrede von Schulleiter Johann Riedl. Das "Wir" sei ein deutlicher Hinweis darauf, dass man vieles im Leben – auch den Schulabschluss – nur gemeinsam bewältigen könne. "Ohne die Unterstützung Eurer Eltern und Lehrer wäre das nicht möglich gewesen." Gerade auch während der fordernden Rahmenbedingungen während der Pandemie sei allen alles abverlangt worden. Das "schaffen" deute an, dass etwas zu erreichen auch immer mit Anstrengungen verbunden sei. Tugenden wie Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Selbstdisziplin hätten den Weg zum Abschluss geprägt. "Tugenden, die an der Schule erwartet worden sind, in der Zukunft aber noch viel mehr."
    Im Rahmen der Schule beziehe sich das "das" aus Merkels Ausspruch wohl auf den Abschluss. "Aus den 111 Schülern, die zu Beginn des Jahres noch gesagt haben ,Wir schaffen das‘ sind 99 Schüler geworden, die sagen "Wir haben das geschafft." 29 von ihnen könnten sich über einen Notendurchschnitt von 2,5 oder besser freuen. "Vier warten sogar mit 1,5 oder besser auf."

    Verabschieden musste sich der Schulleiter auch von Kollegen. So gehen Cornelia Griesbeck und Gerhard Grimm nach langen Jahren an der Schule in den Ruhestand. Auch fünf weitere Lehrkräfte werden die Schule verlassen. "Ich befürchte ja, aber ich hoffe nicht, dass es mit dem Führungsstil des Schulleiters zu tun hat", scherzte er, bevor er Corinna Brunner, Fabian Bezold, Astrid Schützeneder, Tuba Pfeilschifter und Stefan Zitzelsberger verabschiedete.

    Sympathisch war, dass die Lehrer der Klassen bei der Zeugnisübergabe nur lobende Worte für ihre Schützlinge hatten. "Schauen Sie sich diese Prachtexemplare an", rief zum Beispiel Fabian Bezold, Lehrer der 11 A, die Anwesenden auf. "Das waren meine!", verkündete er voller Stolz.

    Johann Riedl freute sich, dass er in der Feier herausragende Schüler auszeichnen durfte. Einen Schulpreis, gespendet vom Förderverein, erhielten Vanessa Kraus (10c), Samuel Hüttinger (10 C), Lena Lohmüller (10 B), Damian Kerber (10 A, alle Durchschnitt 1,62) und Emma Weinmann (11 B, 1,57). Mit Staatspreisen ausgezeichnet wurden Alexander Gramsch (10 A, 1,5), Franziska Grundwürmer (11 B) und Veronika Cerne (11 A, beide 1,42). Schulbeste mit einem Schnitt von 1,14 ist Vanessa Brand aus der Klasse 11 B. Über eine besondere Anerkennung darf sich auch Schülersprecher Robert Strobl freuen. Er wurde zum Empfang des Ministerpräsidenten nach München eingeladen.

    Amüsant und unterhaltsam war dann auch die Rede, die er gemeinsam mit seinem Schülersprecherkollegen Arda Ulukus (10 B) hielt. "Ihr seid durch!", fasste es dann noch einmal Elternbeiratssprecherin Nicole Miedl zusammen. "Eure Ziele müsst Ihr Euch selbst stecken und sie auch selbst erreichen – jetzt habt Ihr das Rüstzeug dazu. Wir wünschen Euch viel Mut und Glück dabei."

    Umrahmt wurde die Entlassung von der Schulband, die mit mitreißenden Stücken wie "Shotgun" oder "Blinding Lights" begeisterte.− mil

  • PNP-Redakteur zu Besuch im Deutschunterricht Open or Close

    Juli 2022

    Die Aufmachung der Freitagsausgabe der PNP wird besprochen.
    Die Aufmachung der Freitagsausgabe der PNP wird besprochen.

    Die Klassen 9 C und 10 E erhielten im Rahmen des Medienprojekts „Zeitung macht Schule/Schule in die Zeitung“ der Passauer Neuen Presse (PNP) Besuch von Stefan Gabriel, dem Chef der Lokalredaktion Deggendorf. Vorausgegangen waren für einige Wochen die tägliche Lektüre der „Deggendorfer Zeitung“ im Deutschunterricht.

    Im Mittelpunkt des Unterrichts „Medien/Mit Texten umgehen“ stehen in diesen Jahrgangsstufen unter anderem pragmatische Textsorten, das heißt im Wesentlichen die klassischen Zeitungsartikel Bericht, Kommentar und Reportage. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei ein sicheres Gespür entwickeln, Textsorten zu unterscheiden und deren jeweilige Intention zu beschreiben. Des Weiteren geht es bei diesem Medienprojekt auch darum, dass Jugendliche die Zeitung als wertvolle und unerlässliche Informationsquelle kennen und nützen lernen, sei es in der gedruckten oder in der digitalen Form. Die persönliche Medienkompetenz soll dadurch erweitert werden, um damit ein Maß an Kritikfähigkeit zu erlangen, das besonders in der Gegenwart nützlich ist, um Fake News und Verschwörungstheorien leichter entlarven zu können.

    Viele Fragen seitens der Schülerinnen und Schüler hatte Herr Gabriel, der Regionalleiter Deggendorf der Donau-Isar-Bayerwald-Presse-GmbH zu beantworten, die unter anderem auf die Entstehung von Artikel, auf deren Aktualität oder auch auf Probleme beim Schutz der Personen- und Bildrechte abzielten. Die Schüler und Schülerinnen erhielten dadurch Einblicke in die facettenreichen und spannenden Arbeitsabläufe in einer Lokalredaktion.

    Von OStR Matthias Edbauer

  • 2. Schüler-Lehrer-Beachturnier an der WSDEG Open or Close

    Am Montagnachmittag fand das WSDEG-Beachturnier statt. Vier Schüler- und zwei Lehrermannschaften feuerten sich gegenseitig an und kämpften um jeden Punkt. Dabei wurde mit vereinfachten Beachregeln und maximal vier Personen pro Team bis 15 Punkte gespielt. „Unparteiische Schiedsrichter“ nahmen die Spiele genauestens unter die Lupe. Am Versorgungstisch standen Getränke und eine aufgeschnittene Wassermelone bereit. Nach der Begrüßung und dem Gruppenfoto wurden die Regularien kurz geklärt und schon gings los mit den ersten Matches.

    Vor Anpfiff: Foto mit allen aktiven Spielerinnen und Spielern (Foto: Alexandra Klein)
    Vor Anpfiff: Foto mit allen aktiven Spielerinnen und Spielern (Foto: Alexandra Klein)


    Alle Ergebnisse im Überblick.
    Alle Ergebnisse im Überblick.

    Wie man an den Ergebnissen ablesen kann, galt es sehr knappe und spannende Spiele zu bestreiten. Als Abschlussklasse nahm die 10 B mit großem Kampfgeist als Titelfavorit am Beach-Cup teil. Für die Schüler-Mannschaften gab es Sachpreise und Urkunden.

    Die bisherigen Sieger der Beachturniere an der WSDEG, Frau StRin Astrid Schützeneder und Herr StD Gerhard Grimm, dieses mal mit Frau StRin Christina Fink und Herr OStR Christian Schiller im Team, mussten sich im Finale dem zweiten Lehrer-Team geschlagen geben. Es siegten Frau StRin Corinna Brunner, Herr StD Stefan Himmel und Herr StR Daniel Irber.

    Abschließend bedankten sich die Organisatoren für einen großartigen Verlauf des Turniers und für die zahlreiche Beteiligung der Schülerinnen und Schüler.

    Von StRin Astrid Schützeneder und StR Daniel Irber

     

    Feld 1: Team 10 B vs. Lehrer I (Foto: Astrid Schützeneder)
    Feld 1: Team 10 B vs. Lehrer I (Foto: Astrid Schützeneder)

    Feld 2: 10 B vs. 8 C (Foto: Astrid Schützeneder)
    Feld 2: 10 B vs. 8 C (Foto: Astrid Schützeneder)

    Um jeden Ball wurde gekämpft (von links: Arda Ulukus (10 B), Timo Wagner (8 C) und Alisa Manz (8 C) (Foto: Stefan Himmel)
    Um jeden Ball wurde gekämpft (von links: Arda Ulukus (10 B), Timo Wagner (8 C) und Alisa Manz (8 C) (Foto: Stefan Himmel)

    Jeder Punkt zählte (von links: Arda Ulukus (10 B), Eugenie Kotschelajewski (9 D), Yannick Gmeinwieser (10 B) und Timo Wagner (8 C)) (Foto: Stefan Himmel)
    Jeder Punkt zählte (von links: Arda Ulukus (10 B), Eugenie Kotschelajewski (9 D), Yannick Gmeinwieser (10 B) und Timo Wagner (8 C)) (Foto: Stefan Himmel)

    Siegerehrung: Valentin Schiller (8 A) holt mit seinem Team den 3. Platz (Foto: Astrid Schützeneder)
    Siegerehrung: Valentin Schiller (8 A) holt mit seinem Team den 3. Platz (Foto: Astrid Schützeneder)

  • Premiere: Erste Absolvia der „Berufsschule plus“ Open or Close

    Feierliche Verleihung der „Zeugnisse der Fachhochschulreife“

    Erstmals sind am Donnerstagabend Absolventinnen und Absolventen des neuen Modells „Berufsschule plus“ („BS plus“) verabschiedet worden. Sie haben nicht nur ihre Berufsausbildung an der Kaufmännischen Berufsschule abgeschlossen, sondern auch die Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife erfolgreich abgelegt. Den Bildungsgang „BS plus“ hat die Kaufmännische Berufsschule zum Schuljahresbeginn 2019/2020 mit großer Resonanz exklusiv für die gesamte Bildungsregion Deggendorf einschließlich Bayerischem Wald angeboten. Die Berufsschüler haben - außerhalb der „normalen“ Arbeitszeit im Ausbildungsbetrieb und außerhalb des „normalen“ Unterrichts in der Berufsschule – Zusatzunterricht besucht, insbesondere in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik, aber auch in Gesellschaftswissenschaften und in Naturwissenschaften. „Neudeutsch würde man sagen, Sie haben diesen Zusatzunterricht im Rahmen von 'BS plus' on top besucht. On top – das hört sich zwar sehr hip, sehr lässig an. Unter dem Strich aber war das alles andere als lässig: es war nichts anderes als eine enorme Zusatzbelastung für Sie – nämlich sechs und in der zwölften Klasse sogar sieben Unterrichtsstunden zusätzlich pro Woche zu besuchen – immer an einem oder zwei Wochentagen, immer abends, immer in der Zeit von 18 bis 21 Uhr, also in einer Zeit, in der Ihre Altersgenossen im Fußball- oder Tennistraining waren, im Biergarten oder im Café den Tag haben ausklingen lassen und Freizeit mit Freunden verbracht haben“, stellte Schulleiter Johann Riedl in seiner Festansprache klar. Die Absolventinnen und Absolventen hätten neben den fachlichen vor allem personale Kompetenzen gezeigt, wie Engagement, Ehrgeiz, Durchhaltevermögen, Belastbarkeit, Frustrationstoleranz, Lernbereitschaft, Selbstmotivation, Selbstvertrauen, Selbstdisziplin, Selbstreflexion und Selbstkritik – kurz: ein hohes Maß an Selbstkompetenz. Die Leistungsbilanz sieht so aus: „Die Gesamtheit aller Fachabiturzeugnisse liegt bei 2,4. Acht von Ihnen haben einen Notenschnitt von 2,5 oder besser. Ich hoffe, dass ich keine Probleme mit dem Datenschutz bekomme, wenn ich Ihnen verrate, dass Julia Hankofer mit 1,6 und Eva Eisenreich mit 1,4 am besten abgeschnitten haben“, informierte Riedl. Für ihre Leistungen wurde die Industriekauffrau Eva Eisenreich (Ausbildungsbetrieb: Zwiesel Kristallglas AG), mit dem Preis der VR Genobank DonauWald eG ausgezeichnet. Die „BS plus“-Beste konnte wegen einer Urlaubsreise nicht persönlich anwesend sein. Die vierzehn Absolventinnen und Absolventen haben jetzt „das Heft des Handelns“ voll in der Hand, so der Schulleiter. „Sie können entscheiden, was Sie jetzt weiter machen: In Ihrem Ausbildungsberuf bleiben, vielleicht sogar in Ihrem Ausbildungsbetrieb und sich in diesem Bereich weiterentwickeln und Verantwortung übernehmen. Oder Sie entscheiden sich für ein Studium. Vielleicht können Sie aber auch beide Alternativen miteinander verbinden. Denken Sie deshalb auch an die Möglichkeit eines dualen Studiums in praxisintegrierter Form“, regte Riedl an. Immer mehr Betriebe, auch in der Region, böten dieses Konstrukt an, weil sie sich dadurch engagierten und qualifizierten Nachwuchs sichern könnten. Klassleiterin Veronika Lemberger gratulierte ihren Schützlingen sehr herzlich und begrüßte Eltern, Verwandte, Freunde, Förderer, Lehrerkollegen und viele Ehrengäste aus Wirtschaft und Politik. In ihren Grußworten sprachen Vizelandrat Roman Fischer, Abteilungsdirektor Franz Schneider von der Regierung von Niederbayern und zweiter Bürgermeister Günther Pammer den erfolgreichen Fachabiturienten ihre Gratulation aus und bedankten sich bei allen, die an diesem Erfolg mitgewirkt haben. Mit selbstbewussten, offenen, selbstkritischen und witzigen Worten zogen die Schülersprecherinnen Julia Hankofer und Verona Wiesenberger eine launige Bilanz ihres Bildungsdaseins der vergangenen drei Jahre. „Wir waren vielleicht nicht gerade die besten Vorbilder als Startschuss für die Möglichkeit, nun auch in Deggendorf neben der Berufsausbildung das Abitur zu absolvieren. Dennoch sind wir sowohl sehr stolz als auch dankbar, dass uns diese Chance gewährt wurde. Doch auch trotz aller Schwierigkeiten, wie beispielsweise Homeschooling, können wir heute endlich sagen, dass der erste Versuch genauso wie ein erster Pfannenkuchen gelingen kann“, stellten sie fest. Ihren ehemaligen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden rieten sie abschließend: „Und denkt immer dran: Wenn Euch das Leben mal die Zitrone reicht, fragt nach Salz und Tequila! In diesem Sinne alles Gute!“ Musikalisch umrahmt wurde die Abschlussfeier der „BS plus“-Fachabiturienten von der Band „Quattro Formaggi“ der Berufsfachschule für Musik Plattling, die gekonnt Rock- und Popsongs darboten und mit dem Klassiker „Tage wie diese“ von den Toten Hosen begannen.  -rüs

    Die ersten „BS plus“-Absolventinnen und Absolventen freuen sich mit Schulleiter Johann Riedl (2.v.l.), Stellvertreterin Nicole Schosser (l.), Klassleiterin Veronika Lemberger (4.v.r.), Ehrengästen und Lehrkräften.
    Die ersten „BS plus“-Absolventinnen und Absolventen
    freuen sich mit Schulleiter Johann Riedl (2.v.l.), Stellvertreterin Nicole Schosser (l.), Klassleiterin Veronika Lemberger (4.v.r.), Ehrengästen und Lehrkräften.