Staatliche
Wirtschaftsschule
Deggendorf

 

Adresse: Egger Str. 30
D-94469 Deggendorf
Telefon: 0991 9912144-10
Fax: 0991 9912144-19

 

 

  • Azubis als Ausbildungsbotschafter an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf Open or Close

    Auch in diesem Jahr fand das im Rahmen der Berufsorientierung etablierte Projekt „Azubis als Ausbildungsbotschafter“ statt. Die Azubis stellten den Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klassen der Wirtschaftsschule Deggendorf den Ausbildungsberuf des Einzelhandelskaufmanns und Verkäufers vor. Die Botschafter erklärten die Ausbildungsinhalte sowie berufsspezifische Anforderungen, die ein künftiger Bewerber in diesen Berufen mitbringen sollte, und stellten sich den zahlreichen Fragen der angehenden Azubis. Dabei entwickelte sich ein reger Erfahrungsaustausch. Auf diese Weise erhielten die Wirtschaftsschülerinnen und -schüler einen authentischen Einblick in das alltägliche Berufsleben und lernten neue Perspektiven nach dem Schulabschluss kennen. Der demografische Wandel und der anhaltende Trend zur Akademisierung verschärfen den Mangel an beruflich qualifizierten Fachkräften. Dieses Projekt soll dabei helfen, dass die Schülerinnen und Schüler den Wert einer Berufsausbildung erkennen und sich schlussendlich für diesen Karriereweg entscheiden. Aber nicht nur die Wirtschaftsschüler profitieren von dieser Aktion. Auch die Ausbildungsbotschafter ziehen daraus einen Gewinn:

    Das Engagement der Auszubildenden als Ausbildungsbotschafter stärkt ihr Selbstbewusstsein und ihre Sozialkompetenz, sie können ihre Präsentationstechniken verbessern und mit viel Stolz über ihre Erfahrungen in der Lehrzeit berichten.
    Insgesamt stieß die Aktion bei den Schülerinnen und Schülern der Staatlichen Wirtschaftsschule auch dieses Jahr wieder durchweg auf positive Resonanz und entwickelt sich immer mehr zu einem festen Termin im Rahmen des Berufsorientierungsportfolios.


    Verfasser: Johannes Eisenreich, StR

    Ausbildungsbotschafter erklären den Ausbildungsberuf des Einzelhandelskaufmanns
    Ausbildungsbotschafter erklären den Ausbildungsberuf des Einzelhandelskaufmanns

  • Jedes Paket ein Zeichen der Hoffnung – Erfolgreiche Weihnachtstrucker-Aktion der Staatlichen Wirtschaftsschule und Kaufmännischen Berufsschule in Deggendorf Open or Close

    Auch die erschwerten Bedingungen eines wechselnden Distanz- und Präsenzunterrichts aufgrund einer kurzfristig ausgefallenen Heizungsanlage hielten die Schülerinnen und Schüler der Kaufmännischen Berufsschule und der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf nicht davon ab, die „Weihnachtstrucker-Aktion“ der Johanniter zu unterstützen. Die Klassensprecherinnen und Klassensprecher aller Klassen haben die Organisation übernommen: „Wer bringt was mit?“, „Wollen wir nicht noch ein weiteres Paket machen?“. Dank dem Engagement der Schülerinnen und Schüler wurden insgesamt 90 Pakete mit Grundnahrungsmitteln, kleinen Geschenken für Kinder- und Hygieneartikel befüllt und für den jährlichen Stopp der Weihnachtstrucker an der Schule bereitgestellt.

    Schon bald starten die Konvois von Bayern aus in die Zielregionen in Albanien, Bosnien, Bulgarien, Ukraine, Republik Moldau und Rumänien. Dort werden die Pakete in Kinder-, Alten- und Behindertenheimen, in Armenküchen, Roma-Siedlungen und entlegenen Bergdörfern verteilt.

    Ein besonderer Dank geht an die Firma Smurfit Kappa aus Plattling für die kostenlose Bereitstellung der Faltkartons.

    Zusammen mit Schulleiter OStD Johann Riedl und dem stellvertretenden Schulleiter StD Christian Alt übergaben die Organisatoren von der Kaufmännischen Berufsschule und der Staatlichen Wirtschaftsschule die Päckchen an die Weihnachtstrucker, die sich herzlich für die große Hilfsbereitschaft und das Engagement der Schülerinnen und Schülern bedankten.

    Über 90 Päckchen wurden in diesem Jahr an die Weihnachtstrucker übergeben.
    Über 90 Päckchen wurden in diesem Jahr an die Weihnachtstrucker übergeben.

  • Fleischi's kleiner Wanderzirkus besucht „d'Wirz“ Open or Close

    Bernhard Fleischmann besucht das Schülerzeitungsteam der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf

    Der bekannte Rundfunkmoderator „Fleischi“ im Redaktionsteam der Schülerzeitung der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf „d'Wirz“Alles begann mit einem Anruf von Niederbayern TV Deggendorf bei OStD Johann Riedl, Schulleiter des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Deggendorf. Sie würden gerne mit einem Kamerateam vorbeischauen und während einer Redaktionssitzung filmen. Des Weiteren wolle ein Mitarbeiter aktiv teilnehmen und selbst einen Beitrag schreiben, hieß es von Niederbayern TV. Das sei alles machbar, willigte die Schule ein und somit war der Termin fix.

    „Yeah, das Fernsehen kommt zu uns. Das ist doch mal was“, freuten sich die Jungredakteure. Noch ahnte niemand, wer bei der SZ letztendlich aufschlagen würde. Letzte Woche war es dann soweit. Das Fernsehteam und Fleischi trafen ein und wurden von OStD Johann Riedl sowie OStRin Michaela Rogler-Frankenhuizen, aktuelle Leiterin der SZ „d'Wirz“, begrüßt und zum Team geführt.

    Der bekannte Rundfunkmoderator „Fleischi“ im Redaktionsteam der Schülerzeitung der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf „d‘Wirz“Doch der Groschen war noch nicht gefallen. Aber wie selbstverständlich begannen die Dreharbeiten zu „Fleischi's kleinem Wanderzirkus“, der ihn dieses Mal in die Staatliche Wirtschaftsschule Deggendorf führte und zwar ganz speziell zum Schülerzeitungsteam. Aufmerksam auf sie sei er geworden, da die „d'Wirz“ erst kürzlich mit dem Preis „Die Raute“ von der Hanns-Seidl-Stiftung in der Kategorie Informationsvielfalt ausgezeichnet worden war. Deshalb interessierte sich Fleischi hauptsächlich für die Themen und Aufgabenbereiche der jungen Reporter, ließ sich einige Ergebnisse präsentieren, von denen er sich beeindruckt zeigte, ermutigte die Schülerredakteurinnen und -redakteure der „Wirz“, auch nach der Schule dem Journalismus treu zu bleiben und versäumte es nicht, sie nach Strich und Faden zu veräppeln. So täuschte er einen Anruf bei Django Asül vor, der bei der nächsten Ausgabe der „d'Wirz“ eine wichtige Rolle spielen würde, sich aber noch nicht bei der SZ gemeldet hat.

    Und noch immer war der Groschen nicht gefallen. Erst kurz vor Ende der Dreharbeiten, während eines Interviews der Jungredakteure mit Fleischi, fiel es allen wie Schuppen von den Augen. Hinter dem Spitznamen verbarg sich nicht irgendein Fleischi, sondern eben der Bernhard Fleischmann, ehemals Moderator bei Bayern 3. Alle waren sich einig: „Das war ein tolles Erlebnis, mit dem man noch lange protzen kann.“ Der Beitrag "Fleischi besucht Schülerzeitung ,d'Wirz'“ kann in der Mediathek von Niederbayern TV Deggendorf angesehen werden.

    von Michaela Rogler-Frankenhuizen

     

  • #Respect. – SMV-Tage in Windberg Open or Close

    Die Klassensprecher und Klassensprecherinnen der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf arbeiteten in einem zweitägigen SMV-Seminar im Kloster Windberg an der Umsetzung des Schulmottos.

    Nach einer zweijährigen „Corona-Pause“ konnten die Klassensprecher und Klassensprecherinnen der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf zusammen mit dem Werte-Team und den beiden Verbindungslehrern StRin Verena Schröder und OStR Michael Gleißner endlich wieder ihre traditionelle Tagung in Windberg durchführen. Dabei standen das gegenseitige Kennenlernen, die Planung kommender Projekte und natürlich auch ein geselliges Zusammensein auf dem Programm.  

    Den Verbindungslehrkräften war es wichtig, die einzelnen Persönlichkeiten jeder Klassensprecherin bzw. jedes Klassensprechers zu einem Team zu vereinen. Klein vs. Groß – nicht bei uns. Jede bzw. jeder konnte sich bei den SMV-Tagen einbringen. Nachdem kurz diverse Neuigkeiten an der Schule besprochen und diskutiert wurden, stand das erste Projekt auf dem Plan. Das Schulmotto „Respect.“ soll in Zukunft auch in den einzelnen Klassen-WhatsApp-Gruppen eingehalten werden. Dazu wurden bereits aufgetretene Probleme in den Chats genannt und daraus neue allgemein gültige Regeln für die Klassengruppen aufgestellt. Diese werden allen Klassen der Wirtschaftsschule in den nächsten Tagen vorgestellt – für einen respektvolleren Umgang miteinander, auch digital.

    Ein wichtiges Anliegen der SMV ist es jedes Jahr, auch Menschen zu helfen, welche gerade schwierige Zeiten durchleben müssen. Dafür entschloss man sich in Windberg wieder Teil der Johanniter Weihnachtsaktion zu sein und über die Organisation der Pakete-Sammlung an der Wirtschaftsschule zu beraten. Für die kommende Adventszeit haben die Klassensprecher und Klassensprecherinnen auch beschlossen, einen Weihnachtsmarkt für die ganze Schule zu gestalten. Wichtige Punkte zur Verpflegung, über das Rahmenprogramm und zu Aktionen des Werte-Teams wurden vereinbart. Auch hier soll der Erlös an wohltätige Zwecke gespendet werden. Für eine nachhaltige Entwicklung des Schullebens wurden zum Schluss auch persönliche Anliegen sowie Verbesserungsvorschläge der Schülerinnen und Schüler diskutiert.

    Ein gemeinsamer Spieleabend sorgte für viele lustige Momente. Bei „Werwolf“, „Tabu“ und Co. waren von der sechsten bis zur elften Jahrgangsstufe alle mit dabei und versuchten, die Lehrkräfte zu schlagen.

    Nach zwei interessanten und produktiven Tagen mit vielfältigem Programm und gestärkt als Team, traten die Jugendlichen die Rückreise nach Deggendorf an.

    Alle 32 TeilnehmerInnen der SMV-Tage in Windberg
    Bild1: Alle 32 TeilnehmerInnen der SMV-Tage in Windberg

    Gute Stimmung beim Kennenlernen
    Bild2: Gute Stimmung beim Kennenlernen

    „Bitte in der alphabetischen Reihenfolge der Vornamen aufstellen.“
    Bild3: „Bitte in der alphabetischen Reihenfolge der Vornamen aufstellen.“

    Brainstorming zu den schulischen Projekten
    Bild4: Brainstorming zu den schulischen Projekten

    Austausch zu Ideen
    Bild5: Austausch zu Ideen

    Tabu!
    Bild6: Tabu!

    Die Schülersprecherinnen und Schülersprecher der WSDEG
    Bild7: Die Schülersprecherinnen und Schülersprecher der WSDEG

  • Wie finde ich eine passende „Oabat“? Open or Close

    Wirtschaftsschüler tauschen sich mit „Oabat“-Gründer Veit Heller aus.

     

    „Oabat“ ist ein Azubi- und Praktikumsportal, das einen neuen Weg der Azubi- und Personalgewinnung geht. Davon überzeugen sich die Schülerinnen und Schüler der Vorabschlussklassen der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf, indem sie mit der „Oabat-App“ auf Stellensuche gehen.

    Ähnlich dem Aufbau von sozialen Netzwerken können Unternehmen auf dem Portal ein Profil anlegen. Dort können sie sich, ihren Betrieb und ihre Berufe mit Infos, Beiträgen, Bildern oder Videos vorstellen. Schüler und Bewerber erhalten so einen möglichst tiefen Einblick in die Unternehmen und die angebotenen Ausbildungsberufe, können sich vorab detailliert informieren und auf diese Weise leichter die passende Ausbildungs- oder Praktikumsstelle finden. Eine weitere Besonderheit ist die Chatfunktion, mit der Schülerinnen und Schüler direkt mit den Unternehmen in Kontakt treten können. Außerdem ist es auch für Schulen möglich, ein Profil auf der Plattform anzulegen. Ziel ist hierbei, Bildungsstätten und Betriebe stärker zu vernetzen, Schulpraktika zu vereinfachen und die Informationen über verschiedene Ausbildungsberufe leichter in den Unterricht zu integrieren.

    Im Berufsorientierungsunterricht an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf kommt die App, neben vielen weiteren Angeboten, im Unterricht zum Einsatz. Den Schülerinnen und Schülern gefällt der intuitive Aufbau der Applikation sowie die unkomplizierte Kontaktaufnahme mit zukünftigen Arbeitgebern.

    Von der regen Nutzung der App von Wirtschaftsschülern aufmerksam geworden, stattete der Gründer und Geschäftsführer von Oabat, Veit Heller, der Wirtschaftsschule einen Besuch ab. Mit der Beratungslehrkraft OStR Michael Gleißner diskutierte Veit Heller die Optimierung der App für den Einsatz im Unterricht. Anschließend durfte die Klasse 9 C der Wirtschaftsschule ihr Feedback an den Start-up-Gründer weitergeben. In 90 Minuten tauschten sich die Schüler angeregt mit dem Unternehmensgründer aus und konnten einige Vorschläge zur weiteren Gestaltung der App ausarbeiten. Die Wirtschaftsschüler zeigten hier ihre Kreativität und Gestaltungskraft für eine zukunftsorientierte Maßnahme der Berufsorientierung.

    Der gemeinsame Austausch war sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für das junge Unternehmen wertvoll und man beschloss auch zukünftig in Kontakt zu bleiben.

    Veit Heller stellt die Neuerungen der App vor.
    Bild 1: Veit Heller stellt die Neuerungen der App vor.

    Die Schülerinnen berichten von ihren Erfahrungen mit dem Einsatz der App.
    Bild 2: Die Schülerinnen berichten von ihren Erfahrungen mit dem Einsatz der App.

  • „Packen wir es an!“ – Wirtschaftsschüler starten mit dem Projekt „Start Up“ ins neue Schuljahr Open or Close

    Die Pandemie steckt immer noch in den Köpfen der Schüler und sorgt so für eine gewisse Unsicherheit. Wenn dann zum neuen Schuljahr auch noch eine neue Schule dazu kommt, kann man sich vorstellen, wie manche Schüler sich fühlen. Die Ängste bei einem Schulwechsel erfolgreich überwinden und sich schnell in eine neue Gruppe integrieren. Mit diesen zwei kurzen Sätzen lassen sich die Zielsetzungen des Projektes „Start Up“, das zu Beginn jedes Schuljahr an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf durchgeführt wird, relativ einfach zusammenfassen. An den ersten drei Schultagen stand für die neuen Klassen an der Wirtschaftsschule noch kein regulärer Unterricht auf der Tagesordnung, sondern ein abwechslungsreiches Programm aus Kennenlernspielen, Gruppenaufgaben und Kooperationsübungen. Einen wichtigen Part stellen auch organisatorische Angelegenheiten, wie das Anlegen einer E-Mail-Adresse, der Zugang zum Stundenplanprogramm WebUntis und die Erstanmeldungen bei der Lernplattform Mebis dar. Auch die Grundlagen für einen, falls notwendig, reibungslosen Onlineunterricht mit Microsoft Teams wurden gelegt. Unterbrochen wurde „Start Up“ nur durch den Schulleiter, der alle neuen Schüler mit freundlichen und auch ernsten Ratschlägen auf das neue Jahr einstimmte und durch einen Gottesdienst. Am zweiten und dritten Tag lockerte außerdem OStR Christoph Schneider das Programm nochmals auf, als er „bewaffnet“ mit einem Feuerlöscher jede Klasse unter dem Motto „Sicher durch die Wirtschaftsschule“ besuchte und dabei unter anderem Fragen zur Sicherheit im Schulgebäude und zum Verhalten bei Feueralarm klärte. Durchgeführt wurde das Projekt von den jeweiligen Klassenleitern mit Hilfe einer weiteren in der Klasse unterrichtenden Lehrkraft. Somit gab es sowohl für die Lehrer als auch für die Schüler der neuen 6. und 10. Klassen die Möglichkeit, sich gegenseitig in einer lockeren und ungezwungenen Atmosphäre kennenzulernen. Nach diesen drei entspannten Tagen konnten die Schüler mit weniger Angst und einem guten Gefühl in das neue Schuljahr starten.

    Eine Sicherheitseinweisung durch den Sicherheitsbeauftragten OStR Christoph Schneider bei den neuen Schülerinnen und Schülern durfte ebenso wenig fehlen wie der Abschluss von Klassenverträgen zur Sicherstellung eines reibungslosen Unterrichts.
    Bild: Eine Sicherheitseinweisung durch den Sicherheitsbeauftragten OStR Christoph Schneider bei den neuen Schülerinnen und Schülern durfte ebenso wenig fehlen wie der Abschluss von Klassenverträgen zur Sicherstellung eines reibungslosen Unterrichts.

    Von OStR Martin Wenninger

     

    Startup 2022 1 KStartup 2022 2 K

    Startup 2022 3 K

  • Beeindruckender Zeitzeuge Erich Finsches zu Besuch im Geschichtsunterricht Open or Close

    Oberbürgermeister Christian Moser begrüßt Erich Finsches.Die 9. Klassen der Staatlichen Wirtschaftsschule fanden sich am 6. Oktober zusammen mit Realschulklassen und Klassen des Comenius-Gymnasiums zu einem interessanten Zeitzeugenbericht über die Zeit des Nationalsozialismus ein.

    Zeitzeuge Finsches schilderte, was er von 1938 bis 1945 als 11- bis 17-jähriger jüdischer Junge in seiner Heimat Österreich und später in Arbeits- und Konzentrationslagern erlebte und wie er diese unvorstellbare Zeit überlebte. Finsches wuchs als Sohn einer jüdischen Mittelstandsfamilie auf, wurde 1938 als Jude aus der Schule geworfen, geriet in Gestapohaft, nachdem er sich gegen zwei Hitlerjungen zur Wehr gesetzt hatte. Obwohl erst 12-jährig wurde er 1939 in ein Arbeitslager nach Eisenerz verlegt. Da er die schwere Bergarbeiterarbeit nicht leisten konnte, sollte er in ein Juden-Ghetto deportiert werden. Aus der Not heraus flüchtete er und schlug sich auf abenteuerlichen Wegen durch den Wienerwald bis nach Wien durch, wo er untertauchte, aber schließlich aufgegriffen wurde und nun Zwangsarbeit in einer Wäscherei leisten musste. Als ein Transport in ein Ghetto nach Polen bevorstand, flüchtete er erneut, diesmal nach Ungarn. 1944 wurde er von der SS aufgespürt und im September im Zuge des Massenmordes an ungarischen Juden nach Auschwitz deportiert. Ende 1944 kam er in ein Nebenlager von Dachau in die Nähe von Mühldorf am Inn. Hier leistete er in einem unterirdischen Flugzeugwerk erneut Zwangsarbeit. Ende April 1945 befreiten ihn amerikanische Soldaten, er wog 29 Kilogramm und war schwer krank. Nur langsam erholte er sich in den Nachkriegsjahren von seinem jahrelangen Überlebenskampf. Obwohl von 65 Verwandten nur noch eine Tante und ein Onkel lebten, kehrte er laut eigener Aussage als „österreichischer Patriot“ wieder nach Wien zurück.

    Matthias Edbauer, OStR

     

  • Beförderung zum OStR Open or Close

    Herr OStD Johann Riedl überreicht Herrn OStR Michael Gleißner die Urkunde.Im November 2022 konnte Schulleiter OStD Johann Riedl die Ernennungsurkunde des Freistaates Bayern zur Beförderung zum Oberstudienrat an StR Michael Gleißner aushändigen.

    Nach dem mittleren Bildungsabschluss an der Lobkowitz-Realschule in Neustadt an der Waldnaab absolvierte Michael Gleißner die Ausbildung zum Bankkaufmann bei der HypoVereinsbank in Weiden. Als fertig ausgebildeter Bankkaufmann war OStR Gleißner weiter im Bankengewerbe in München als Vermögensberater der HVB tätig. Nach gesammelter Berufserfahrung zog es Michael Gleißner wieder zurück auf die Schulbank, um die Allgemeine Hochschulreife an der BOS nachzuholen.

    Nach einem 9-monatigen Zwischenstopp in einem Seniorenheim zur Ableistung des Zivildienstes begann das Studium an der LMU München im Studiengang Wirtschaftspädagogik mit Zweitfach Katholische Religion. Als Diplomhandelslehrer begann OStR Gleißner sein Referendariat an der Staatlichen Berufsschule in Starnberg. Das zweite Referendariatsjahr wurde in Passau an der Kaufmännischen Berufsschule II absolviert.

    Mit dem erreichten Listenplatz 1 im Gepäck startete Michael Gleißner seine Laufbahn im Schuldienst im Jahr 2016 an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf. Dort unterrichtet er vor allem die Fächer Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle sowie Katholische Religionslehre. Seit 2017 setzt sich OStR Gleißner als Verbindungslehrer für die Schülermitverantwortung ein. Als SOR-Beauftragter, "Werte-machen-Schule“-Betreuer, Mitglied des QmbS-Teams, Mitglied des Teams Lehrergesundheit, Mitverantwortlicher der Berufsorientierung und seit 2019 kommissarisch als Beratungslehrer gestaltet OStR Michael Gleißner das Schulleben an der Wirtschaftsschule Deggendorf engagiert mit.

    Herzlichen Glückwunsch zur Beförderung!

    Johann Riedl, OStD

    Schulleiter

  • Fritz Gößwein liest vor Open or Close

    Beim diesjährigen Bundesweiten Vorlesetag lud Fritz Gößwein die Klasse 9 B der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf zu einer Unternehmer-Zeitreise ein

    Fritz Gösswein fesselt die Zuhörer mit einem Auszug aus der Flick-Biographie „Friedrich Flick der Große“ von Günter Ogger.Lust zum Lesen bei Deutschlands größtem Vorlesefest fand Fritz Gößwein, der als Mitglied des Stadt- und Kreistages Entscheidungskraft für seine Heimatstadt Osterhofen hat und ein erfolgreiches Flüssiggas-Familienunternehmen führt. Daher war es nicht verwunderlich, dass die Wahl seiner Lektüre auf die Flick-Biographie „Friedrich Flick der Große“ von Günter Ogger fiel.

    Nachdem der erfolgreiche Kommunalpolitiker und Unternehmensgründer einen kurzen Einblick in seine eigene Biografie gegeben hatte, legte er Sakko und Krawatte ab und nahm die Schüler und Schülerinnen der Klasse 9 B der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf mit auf eine Unternehmer-Zeitreise.

    Gößwein las eine Textstelle vor, die zum Ausdruck brachte, wie in dem 1883 geborenen Friedrich Flick der unbändige Wunsch reifte, ein erfolgreicher deutscher Unternehmer zu werden. Sein Aufstieg begann 1915 als Vorstandsmitglied bei der Charlottenhütte in Niederschelden. Im Ersten Weltkrieg mit seinem Rüstungsboom führte er den Betrieb zu großen wirtschaftlichen Erfolgen. Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges hielt sein Flick-Konzern umfangreiche Unternehmensbeteiligungen, besonders im Rüstungsbereich. Die aufmerksamen Zuhörer erfuhren, dass Flick seinen Reichtum nicht zur Schau stellte, wie man es von einem Superreichen eben erwarten würde, sondern dieser geizte, wo immer es ging. Im Zug fuhr er in der „Holz-Klasse“, was heute einer 4. Klasse entspräche. Einen firmeneigenen Jet lehnte er kategorisch ab und zur Arbeit erschien er mit einem „Henkelmann Behälter“, ein Utensil, das den Jugendlichen fremd ist, obwohl es diesen Lunchpot immer noch gibt.

    Eine weitere Textstelle handelte vom Dialog zwischen Friedrich Flick und dem zuständigen Richter im Flick-Prozess 1947, in dem er als Kriegsverbrecher u.a. wegen Sklavenarbeit zu sieben Jahren Haft verurteilt, aber schon im Frühjahr 1950 wieder entlassen wurde.

    Zu guter Letzt erlebten die Zuhörer mit, wie der Wiederaufstieg des Unternehmers Flick in der Nachkriegszeit begann und er erneut zu einem der reichsten Männer der Bundesrepublik Deutschland und zum größten Aktionär bei Daimler-Benz wurde.

    „Wir hörten einerseits eine beeindruckende, aber andererseits auch verurteilenswerte Lebensgeschichte“, meinten die Jugendlichen im Anschluss. „Und was ist eigentlich aus Flicks Unternehmen geworden?“, wollte die Klasse 9 B noch wissen. Als der Multimilliardär 1972 in Konstanz starb, hätte es nur schlappe dreizehn Jahre gedauert, bis sein Imperium ein Ende gefunden habe, klärte Fritz Gößwein auf. Der Name Flick sei heute nur noch Industriegeschichte. Sein Sohn und Nachfolger, Friedrich Karl Flick, habe 1985 für fünf Milliarden Mark das Firmenreich an die Deutsche Bank veräußert und hätte dennoch immer Angst gehabt, als armer Mann zu sterben.

    Mit dem Bundesweiten Vorlesetag setzen die Stiftung Lesen und die ZEIT ein wichtiges Zeichen für Leseförderung. Dabei darf aber auch nicht der Spaß am Vorlesen vergessen werden. Gemeinsam in eine Geschichte einzutauchen, machte den 18.11.2022 für die Klasse 9 B der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf zu einem unvergessenen Erlebnis. Abschließend luden die Jugendlichen Fritz Gößwein zu Tee mit selbstgebackenen russischen und polnischen Leckereien ein.

    Ein herzlicher Dank gebührt Fritz Gößwein, der sich auf Anfrage von OStRin Michaela Rogler-Frankenhuizen sofort bereit erklärte, diesen Bundesweiten Vorlesetag als Vorleser mitzugestalten, sowie allen Schülern und Schülerinnen der Klasse 9 B, die zum Gelingen beigetragen haben.


    Von Michaela Rogler-Frankenhuizen, OStRin