Staatliche
Wirtschaftsschule
Deggendorf

 

Adresse: Egger Str. 30
D-94469 Deggendorf
Telefon: 0991 9912144-10
Fax: 0991 9912144-19

 

 

  • 40-jähriges Dienstjubiläum Open or Close

    Schulleiter Johann Riedl (von rechts), Jubilarin Petra Hofmeister und Personalrat Christoph SchneiderAm 7. November 2020 konnte der Schulleiter der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf  OStD Johann Riedl zu einem nicht alltäglichen Anlass gratulieren. FLin Petra Hofmeister beging ihr 40-jähriges Dienstjubiläum beim Freistaat Bayern.

    Nach einer kaufmännischen Ausbildung zur Bürokauffrau trat Petra Hofmeister am 1. Januar 1980 ihren Dienst an der damals noch gewerblichen, kaufmännischen und hauswirtschaftlichen Berufsschule Deggendorf als Verwaltungsangestellte im Sekretariat an. 1982, nach der Abtrennung der kaufmännischen Abteilung und Gründung der Staatlichen Berufsschule II Deggendorf wechselte sie in das Sekretariat der beiden neuen Schulen Staatliche Wirtschaftsschule Deggendorf/Staatliche Berufsschule II Deggendorf.

    Um sich beruflich weiterzuentwickeln, absolvierte Petra Hofmeister während der Elternzeit die Ausbildung zur staatlich geprüften Fachlehrerin für Textverarbeitung und Kurzschrift. Erste Erfahrungen als Lehrerin sammelt sie an der Staatlichen Wirtschaftsschule Landshut.

    Aber bereits nach kurzer Zeit kehrte Petra Hofmeister an ihre alten Schulen zurück – allerdings nicht als Verwaltungsangestellte, sondern als Fachlehrerin für Textverarbeitung mit Kurzschrift, später dann kam dann auch das Fach Informationsverarbeitung dazu. In dieser Fächerverbindung hat die Fachlehrerin Hofmeister bereits jetzt vielen Schülerjahrgängen im Unterricht Kompetenzen in Sachen Büromanagement vermittelt, als Lehrerin und Mensch hat Petra Hofmeister Hunderte von Schülerinnen und Schüler in ihrer persönlichen Entwicklung begleitet und unterstützt.

  • Fact or fake – Wirtschaftsschule Deggendorf entlarvt Fake News im Netz Open or Close

    Intensive Recherchearbeit leisten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 E der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf.Falsche Nachrichten, sogenannte „Fake News“, kursieren heutzutage verstärkt im Netz. Dieses Phänomen gibt es aber nicht erst seit es das Internet gibt. Falsche Nachrichten gibt es seitdem es Öffentlichkeitsarbeit gibt. Nicht selten überbrachten auch Boten mancher Könige „Fake News“ an die Bevölkerung. Spätestens aber, seitdem alle Menschen einen Zugang zur Presse und zu Medien haben, hat sich die Zahl der falschen Nachrichten erhöht und sie werden, der neuen Technologie entsprechend, auch immer ausgefeilter und raffinierter. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen nicht mehr zwischen echten und falschen Nachrichten unterscheiden können.

    Im Rahmen des Faches „Politik und Gesellschaft“ setzte sich die Klasse 10 E der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf mit der Schulsozialpädagogin Tuba Pfeilschifter im Workshop „Fact or Fake“ genau mit diesem Thema auseinander: Was sind Fake News? Warum werden sie entwickelt und verbreitet? Wie kann man Fake News entlarven und sich davor schützen?

    Fake-News-Macher zielen vor allem auf Manipulation, Propaganda und Gewinnerzielung ab. Es gibt sogenannte Trolle bzw. Troll-Armeen, die speziell dafür engagiert werden, um Propaganda im Netz im großen Stil zu betreiben. Hier wird koordiniert und systematisch, z. B. über Hass-Kommentare, provoziert. Über programmierte Profile in sozialen Medien, den sogenannten „Social Bots“, können zusätzlich Kommentare und „Likes“ automatisch generiert werden. Das bedeutet, hier kommentieren keine echten Menschen, sondern Computer-Roboter. Durch Zulassen von Cookies oder nach jeder Betätigung der Suchmaschine werden Algorithmen aktiv und wir bewegen uns nach einiger Zeit in einer „Filterblase“. Aufgrund dieser „digitalen Scheuklappen“ werden uns nur noch diejenigen Inhalte präsentiert, welche die eigene Meinung und Interessen repräsentieren. Andere Perspektiven und Nachrichten werden ausgeblendet und erreichen uns nicht mehr. Das ist fatal für die persönliche Entwicklung und vor allem für die Demokratie.

    Das Ergebnis aus dem Workshop „Fact or Fake“ kann sich sehen lassen und lässt die Wirtschaftsschüler reflektierter im Netz unterwegs sein.Am Ende des Workshops waren sich die Schülerinnen und Schüler der Wichtigkeit bewusst, sich im Internet vor Fake-News-Machern und deren Helfern zu schützen. Sie wollen künftig Quellen überprüfen, Faktenchecks machen, über veröffentlichte Bilder recherchieren, Hassbotschaften an die sozialen Netzwerkanbieter melden sowie ihre Einstellungen in den sozialen Netzwerken durchsehen und bei Bedarf anpassen.

     

  • Bundesweiter Vorlesetag - eine jährliche Tradition an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf Open or Close

    Vorstandsmitglied der Sparkasse Deggendorf Mario Fuchs begeistert Wirtschaftsschüler beim Bundesweiten Vorlesetag

    Jeden dritten Freitag im November findet in ganz Deutschland der unter anderem von der Stiftung Lesen unterstützte Bundesweite Vorlesetag statt, heuer bereits zum 18. Mal. Dieser Tag, der als größtes Vorlesefest Deutschlands gilt, soll die Begeisterung für das Lesen und Vorlesen wecken sowie Kinder und Jugendliche mit dem geschriebenen Wort in Berührung bringen. Vorleser zeigen an diesem Tag, wie schön und wichtig das Vorlesen überhaupt ist.

    Initiiert vom Fachbetreuer Studiendirektor Gerhard Grimm und auf Einladung durch Schulleiter Oberstudiendirektor Johann Riedl konnte man heuer einen ehemaligen Wirtschaftsschüler für diesen Vorlesetag an der Wirtschaftsschule gewinnen: nämlich das Vorstandsmitglied der Sparkasse Deggendorf, Herrn Mario Fuchs.

    Vorlesen verbindet: Bei seinem Besuch an der Staatlichen Wirtschaftsschule nahm Vorstandsmitglied Mario Fuchs von der Sparkasse Deggendorf die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11A und 11B mit auf einen „politischen Ausflug“ zum diesjährigen Motto „Freundschaft und Zusammenhalt“.

    Er las Freitagvormittag einen kurzen Auszug aus dem Bestseller „Welt in Gefahr“ - Deutschland und Europa in unsicheren Zeiten - von Wolfgang Ischinger vor. Laut Ischinger muss „Europa handlungsfähiger werden, mit einer Stimme sprechen ...“

    Mario Fuchs griff hierzu die zentralen Fragen des Buches auf: „Welche Verantwortung trägt Deutschland heute? Was erwartet die Welt von uns? Wie erreichen wir, dass die EU mit einer Stimme spricht, zu einem respektierten weltpolitischen Akteur wird und die Interessen der 500 Millionen EU-Bürger kraftvoll vertreten kann?“ Im Weiteren plädierte Fuchs für ein selbstbewusstes Europa, das die neuen wirtschaftlichen Herausforderungen gemeinsam meistern muss. Europa muss letztlich zusammenhalten, entsprechend dem Motto des diesjährigen Vorlesetages: „Freundschaft und Zusammenhalt“. 65 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht; Krisen und Konflikte müssen gemeinsam gemeistert werden. Fuchs unterstrich daher den hohen Stellenwert eines starken und vereinten Europas.

    Mit den anwesenden Elftklässlern entwickelte sich schnell ein lebhaftes Gespräch über den Lesevortrag und über die Frage, wie denn die Schülerinnen und Schüler Europa heute erleben. Auch Schulleiter Johann Riedl veranschaulichte die Diskussion mit persönlichen Beispielen aus den 80er-Jahren.

    Am Ende hob Mario Fuchs hervor, dass er – falls es die Zeit zulasse – gerne zum Buch greife.

    Studiendirektor Gerhard Grimm bezeichnete den Besuch des Vorstandsmitglieds Mario Fuchs als ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung des Lesens; denn wer vorliest, verleiht dem Text Gesicht und Stimme.

    Mit Applaus bedankten sich die Zuhörer bei Mario Fuchs für den hochinteressanten und kurzweiligen Vortrag.

    Von Gerhard Grimm, StD

     

    Von links: Schulleiter Johann Riedl, Studiendirektor Gerhard Grimm, Vorstandsmitglied der Sparkasse Deggendorf, Herr Mario Fuchs

    Von links: Schulleiter Johann Riedl, Studiendirektor Gerhard Grimm, Vorstandsmitglied der Sparkasse Deggendorf, Herr Mario Fuchs

  • Zwischen Linse und Bildbearbeitung Open or Close

    Foto-Workshop an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf

    Im letzten Schuljahr war es so weit – die erste Schülerzeitung „d´WirZ“ der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf ging unter der Leitung von FLin Karin Rager und StR Stefan Zitzelsberger in Druck. Eine Schülerzeitung mit Witz, Kreativität und vielen journalistischen Berichten. Heuer ist die zweite Auflage geplant, mit mehr fotografischen Inhalten, mehr Zeichnungen und mehr künstlerischen Entfaltungen.

    Ein gutes Foto macht einen Artikel attraktiver. Daher fand für das Redaktionsteam der Schülerzeitung im Rahmen eines Workshops ein halbtägiger Fotokurs mit Maximilian Stepfer aus Altötting statt. „Jeder kann fotografieren! Es kann auch einfach nur mit einem Handy sein“, so der Referent.

    Zunächst wurden unsere Jungredakteure über theoretische Grundlagen wie die Funktionsweise einer Kamera, die richtige Belichtung und auch das richtige Framing – das ist die Anordnung eines Bildes – aufgeklärt. „Learning by Doing“ – so das Motto des zweiten Teils. Die Fotografen durften mit verschiedenen Kameras Schnappschüsse produzieren, die in der Gruppe analysiert und kritisch betrachtet wurden. Am Nachmittag wurden die Schülerinnen und Schüler in die Welt der Bildbearbeitung eingeführt. Mit großem Eifer wurde Bildmaterial zugeschnitten und an Qualität, Kontrast, Sättigung und Effekten gefeilt.

    „Wir haben viel gelernt“ – so das Feedback der Workshopteilnehmer. Man darf auf die nächste Ausgabe der Schülerzeitung „d´WirZ“ gespannt sein.

    Ein Bild (Foto) sagt mehr als tausend Worte.

    Bild: Ein Bild (Foto) sagt mehr als tausend Worte.

  • Besonderes Bildungsangebot - Ist das die Beschulung der Zukunft? Open or Close

    Weiterhin Distanzunterricht an der Wirtschaftsschule – trotz Schulöffnung und bayernweitem Präsenzunterricht

    An der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf findet auch im Schuljahr 2021/2022 weiterhin Distanzunterricht statt – aber keine Angst – Grund dafür ist keine erneute Schulschließung oder ein unkontrollierter Corona-Ausbruch an der Schule. Der Distanzunterricht erfolgt vielmehr auf freiwilliger Basis. Schulleitung, beteiligte Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern haben sich bewusst für die Weiterführung des Distanzunterrichts entschieden – und zwar im Rahmen des besonderen Bildungsangebots zu mehr Eigenverantwortlichkeit und Distanzunterricht.

    „Aufgrund der Corona-Pandemie waren wir im Schuljahr 2020/2021 größtenteils auf eine Beschulung angewiesen, welche von digitalen Lernangeboten und Videokonferenzen sowie von einem hybriden Unterrichtsbetrieb mit einer Abwechslung von Phasen des Präsenzunterrichts und des Lernens zu Hause (Distanzunterricht) geprägt war. Dabei konnten Schülerschaft und Lehrerkräfte vielfältige Erfahrungen mit dieser neuen Art von Unterricht gewinnen und ihre Kompetenzen in diesem Bereich erweitern. Diese erworbenen Qualifikationen sollen auch in Zukunft nicht verloren gehen, sondern zielführend genutzt werden.“ So erläutert Schulleiter Oberstudiendirektor Johann Riedl die Intention des neuen Bildungsangebots. Sein Stellvertreter Studiendirektor Christian Alt ergänzt: „Da viele Unternehmen derzeit von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor allem Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit erwarten sowie vermehrt auch auf eine EDV-gestützte Kommunikation (z. B. mit Hilfe von Videokonferenzen) im Berufsalltag setzen, haben wir den Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen für das Schuljahr 2021/2022 ein besonderes Bildungsangebot zu mehr Eigenverantwortlichkeit und Distanzunterricht unterbreitet, welches genau diese Kompetenzen fördert. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen damit passgenau und bestmöglich auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet werden.“

    Da auch die im Distanzunterricht vermittelten Lerninhalte prüfungsrelevant sind, sind Zielgruppe dieses Bildungsangebots Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2021/2022 die 9. Jahrgangsstufe der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf besuchen und eigenverantwortlich und selbstständig arbeiten können. Voraussetzung ist weiterhin eine funktionsfähige Internetverbindung zu Hause.

    Das Bildungsangebot sieht vor, dass an den Wochentagen Montag und Mittwoch bis Freitag herkömmlicher Präsenzunterricht vor Ort an der Schule stattfindet, während für den Dienstag in der Regel Distanzunterricht vorgesehen ist. Damit werden eine Stunde Englisch, eine Stunde Deutsch, eine Stunde Mathematik, eine Stunde Wirtschaftsgeographie sowie eine Doppelstunde Übungsunternehmen in Form von Online-Videokonferenzen abgehalten. Eine Anwesenheit an der Schule ist an Dienstagen damit generell nicht notwendig - der Unterricht findet also sozusagen zuhause statt. Die Unterrichtsmaterialien werden zum Teil digital zur Verfügung gestellt. Selbstverständlich ist auch jede Online-Stunde von einer unmittelbaren Interaktion zwischen Lehrkraft und Schülerinnen und Schülern geprägt. Die Vorgehensweise ist dabei kompetenzorientiert. Bei der Bearbeitung von Arbeitsaufträgen können verschiedene Sozialformen wie Partner- oder Gruppenarbeit genutzt werden. Die Schülerergebnisse werden online präsentiert und mit Feedback versehen.

    Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig und es besteht eine Wahlmöglichkeit. Die Erziehungsberechtigten aller in Frage kommenden Schülerinnen und Schüler wurden über das besondere Bildungsangebot per Elternbrief informiert und konnten bei Interesse ihre Kinder anmelden. Aus allen angemeldeten Schülerinnen und Schülern wurde mit der 9 A eine eigene „Projektklasse“ gegründet.

    Klassenleiter Studienrat Martin Weck, der in der Klasse in den Fächern Deutsch sowie Geschichte/Politik und Gesellschaft eingesetzt ist, meint dazu: „Mein Eindruck zu dem neuen Bildungsangebot ist, dass die Schülerinnen und Schüler dieses Angebot gerne und auch engagiert wahrnehmen. Bei der Präsentation von Unterrichtsergebnissen, die in einer Erarbeitungsphase zu erstellen waren, sind beispielsweise wirklich umfassende und anschauliche Eigenleistungen erstellt worden. Auch die Chatfunktion lässt sich zur Vorbereitung auf die materialgestützte Erörterung gewinnbringend einsetzen, wodurch die Schülerinnen und Schüler ein unmittelbares Feedback bekommen.“ Auch Mathematiklehrer Oberstudienrat Stefan Himmel zeigt sich vom neuen Angebot begeistert. „Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind hochmotiviert und arbeiten inzwischen schon sehr selbstständig. Die technischen Möglichkeiten gewährleisten einen gewinnbringenden Unterricht in einem neuen Format.“, so Himmel. „Gerade online arbeiten die Schülerinnen und Schüler sehr diszipliniert und gewissenhaft. Auch Leistungsnachweise, die über Inhalte geschrieben werden, die online vermittelt wurden, weisen ansprechende Notendurchschnitte aus.“, sind die Erfahrungen von Oberstudienrat Thomas Gruber, der in der Klasse Wirtschaftsgeographie und Übungsunternehmen unterrichtet.

    Doch was sagen die Schülerinnen und Schüler zu dieser neuartigen Form der Beschulung? Alle sind sich einig, dass sie durch die Teilnahme an diesem besonderen Bildungsangebot selbstständiger werden und auch das eigenständige Organisieren lernen. Für Hannes Bachmeier war es anfangs etwas ungewohnt, plötzlich selbst dafür verantwortlich zu sein, die Unterlagen sowohl für den Online- als auch für den Präsenzunterricht parat zu haben. „Wir mussten uns erst in die organisatorischen Abläufe hineinfinden. Aber ich finde, dass unsere Klasse das toll gemeistert hat. Inzwischen läuft alles sehr gut.“ Er findet es zudem positiv, dass er am Online-Tag auch zum Werteteam der Schule und gemeinsam mit Julia auch zum Wahlfach Schülerzeitung zugeschaltet wird und sich so – trotzt Distanzunterrichtstag – an Wahlfächern beteiligen kann ohne nochmal extra an die Schule fahren zu müssen. Alex Schönmeier findet, dass das Bildungsangebot mehr Abwechslung als der „normale“ Schulalltag bietet und dass man durch die Teilnahme die persönlichen EDV-Kompetenzen erheblich verbessern kann. Aber auch  die Zeitersparnis durch den Wegfall des Schulweges stellt einen positiven Nebeneffekt dar. Für Jonas Geiß ist dieser Effekt nicht unerheblich. „Da ich etwas weiter weg wohne, spare ich mir an den Online-Tagen über zwei Stunden Fahrzeit.“ Für Julia Nothaft greift auch noch ein anderer Aspekt: „Gerade in der aktuellen Lage kann man auch den Unterricht besuchen, wenn man eine leichte Erkältung hat, mit der man den Präsenzunterricht besser nicht besuchen sollte. Gerade für Übungsaufgaben eignet sich der Distanzunterricht sehr gut“, findet Julia

    Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erhalten sowohl im Zeugnis als auch in einem Zertifikat die Teilnahme an diesem besonderen Bildungsangebot zusammen mit den dabei erworbenen Kompetenzen, wie z. B. Eigenverantwortlichkeit, Selbstkompetenz, informationstechnologische Kompetenzen usw. bestätigt.

    Aber auch für die Lehrkräfte hat diese Beschulung Vorteile:  Durch diese Art des Unterrichtens  bleiben sie bezüglich des Distanzunterrichtes „am Ball“ und erhalten und erweitern so ihre Medienkompetenz.

    Im Rahmen des Bildungsangebots ist darüber hinaus angedacht, verschiedene Angebote – zum Beispiel zur Berufsorientierung – während des Schuljahres online anzubieten.

    Aber auch sonst nutzt die Staatliche Wirtschaftsschule Deggendorf die während der Schulschließung erworbenen Kompetenzen: So wird beispielsweise der Elternsprechtag im zweiten Halbjahr heuer wieder im Online-Format durchgeführt werden.

    Der Wunsch mancher Schüler oder auch mancher Lehrer: Unterricht in einem leeren Klassenzimmer

    Bild: Der Wunsch mancher Schüler oder auch mancher Lehrer: Unterricht in einem leeren Klassenzimmer

  • Prolog und Schlussetappe bei Berufsschule Plus Open or Close

    Prolog für die einen, Schlussetappe für die anderen. Mit dieser Formulierung aus dem Sport kann die derzeitige Situation im Rahmen von „BerufsschulePLUS – BS+“ an der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf beschrieben werden. So befinden sich rund 20 Schülerinnen und Schüler, die sich zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 für die Doppelqualifizierung Berufsausbildung PLUS Fachabitur entschieden haben, auf der Schlussetappe. Am Ende dieses Schuljahres winkt nach anstrengenden Etappen mit betrieblicher Berufsausbildung PLUS Berufsschule PLUS Zusatzunterricht insbesondere in Deutsch, Englisch und Mathematik nicht nur der Abschluss der Berufsausbildung, sondern auch das Fachabitur. „Damit eröffnen sich für die jungen Leute, die in hohem Maße Engagement, Durchhaltevermögen und Verlässlichkeit unter Beweis gestellt haben, glänzende Perspektiven – entweder Entwicklungsmöglichkeiten im Betrieb oder aber ein Studium an einer Fachhochschule“, so der Leiter der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf OStD Johann Riedl. Aber nicht nur die Schülerinnen und Schüler der BS-PLUS-Klassen erfahren durch den Schulleiter Lob und Bestätigung. Auch den in den BS-PLUS-Klassen unterrichtenden Lehrkräften zollt Riedl Respekt und Anerkennung, ist der Unterricht doch sehr fordernd und findet zu „nachtschlafender Zeit“ bis 21:15 Uhr statt.

    Erste auf der ersten Etappe der dreijährigen Tour befinden sich dagegen gut 30 Schülerinnen und Schüler, die sich zu Beginn dieses Schuljahres auf den Weg zu Berufsabschluss PLUS Fachabitur machen. Bei der Begrüßung der „Neuen“ machte der Schulleiter deutlich, dass der Weg dorthin zwar kein Spaziergang sei, aber wenn „… Sie das wollen, dann schaffen Sie das auch – mit Unterstützung der Lehrkräfte und auch mit Unterstützung durch eine tolle Klassengemeinschaft, die sich innerhalb kurzer Zeit entwickelt“, so OStD Johann Riedl.

    Anmeldungen für BErufsschulePLUS – BS+ sind in den nächsten Tagen noch möglich.

     

    Bild: Die neuen BS-PLUS-Schüler mit StRin Elisabeth Kitzinger (Mathematik), Schulleiter OStD Johann Riedl und OStR Christoph Schneider (Deutsch) sowie der Schülerin Magdalena Halmen

    Bild: Die neuen BS-PLUS-Schüler mit StRin Elisabeth Kitzinger (Mathematik), Schulleiter OStD Johann Riedl und OStR Christoph Schneider (Deutsch) sowie der Schülerin Magdalena Halmen

  • „Schulwechsel leicht gemacht“ – Wirtschaftsschüler starten mit dem Projekt „Start Up“ ins neue Schuljahr Open or Close

    Schulleiter OStD Johann Riedl begrüßt alle neuen Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf coronakonform in der Turnhalle.Gerade in Zeiten von Corona ist der Start in ein neues Schuljahr mit vielen Unsicherheiten verbunden. Wenn zum neuen Schuljahr auch noch eine neue Schule dazu kommt, kann man sich vorstellen, wie manche Schüler sich fühlen. Die Ängste bei einem Schulwechsel erfolgreich überwinden und sich schnell in eine neue Gruppe integrieren. Mit diesen zwei kurzen Sätzen lassen sich die Zielsetzungen des Projektes „Start Up“, das jedes Schuljahr zu Beginn an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf durchgeführt wird, relativ einfach zusammenfassen. An den ersten drei Schultagen stand für die neuen Klassen an der Wirtschaftsschule noch kein regulärer Unterricht auf der Tagesordnung, sondern ein abwechslungsreiches Programm aus Kennenlernspielen, Gruppenaufgaben und Kooperationsübungen. Auch organisatorische Angelegenheiten, wie das Anlegen einer E-Mail-Adresse, Zugang zum Stundenplanprogramm WebUntis und Erstanmeldungen bei der Lernplattform Mebis wurden für alle neuen Schüler vorab erledigt. Auch die Grundlagen für einen, falls notwendig, reibungslosen Onlineunterricht mit Microsoft Teams wurden gelegt. Auch das Erstellen von Klassenverträgen gehörte zum Start-up 2021_2022Unterbrochen wurde „Start Up“ nur durch den Schulleiter, der alle neuen Schüler mit freundlichen und auch ernsten Ratschlägen auf das neue Jahr einstimmte und durch einen Gottesdienst, der Corona geschuldet in den Klassenzimmern als geistiger Impuls durchgeführt werden musste. Am zweiten und dritten Tag lockerte außerdem StR Christoph Schneider das Programm nochmals auf, als er „bewaffnet“ mit einem Feuerlöscher jede Klasse unter dem Motto „Sicher durch die Wirtschaftsschule“ besuchte und dabei unter anderem Fragen zur Sicherheit im Schulgebäude und zum Verhalten bei Feueralarm klärte. Durchgeführt wurde das Projekt von den jeweiligen Klassenleitern mit Hilfe einer weiteren in der Klasse unterrichtenden Lehrkraft. Somit gab es sowohl für die Lehrer als auch für die Schüler der neuen 6., 7. und 10. Klassen die Möglichkeit, sich gegenseitig in einer lockeren und ungezwungenen Atmosphäre kennenzulernen. Nach diesen drei entspannten Tagen konnten die Schüler mit weniger Angst und einem guten Gefühl in das neue Schuljahr starten.

    Von OStR Martin Wenninger

    Mit gruppendynamischen Einheiten war ein mögliches „Fremdeln“ schnell überwunden.

    Bild1: Schulleiter OStD Johann Riedl begrüßt alle neuen Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf coronakonform in der Turnhalle.

    Bild2: Auch das Erstellen von Klassenverträgen gehörte zum Start-up 2021_2022.

    Bild3: Mit gruppendynamischen Einheiten war ein mögliches „Fremdeln“ schnell überwunden. 

  • Saubere Luft in den Klassenzimmern Open or Close

    PNP 16. Sept. 2021

    Landkreis stattet für eine Million Euro alle "seine" Schulen mit Luftreinigungsgeräten aus

     Wendelin Trs  16.09.2021 | Stand 15.09.2021, 21:55 Uhr

    In der sechsten Klasse der Wirtschaftsschule präsentierten Landrat Christian Bernreiter (v.l.), Kämmerer Werner Neupert, Schulleiter Johann Riedl, dessen Stellvertreter Christian Alt und Hausmeister Matthias Haimerl eines der über 300 Luftreinigungsgeräte, die der Landkreis für die Schulen in seiner Zuständigkeit angeschafft hat. − Foto: Trs

    Foto: In der sechsten Klasse der Wirtschaftsschule präsentierten Landrat Christian Bernreiter (v.l.), Kämmerer Werner Neupert, Schulleiter Johann Riedl, dessen Stellvertreter Christian Alt und Hausmeister Matthias Haimerl eines der über 300 Luftreinigungsgeräte, die der Landkreis für die Schulen in seiner Zuständigkeit angeschafft hat. − Foto: Trs

        

    Deggendorf. Während andere Engpässe beklagen, meldet der Landkreis Deggendorf schon Vollzug. Pünktlich zum Schulbeginn hat der Landkreis Luftreiniger aufgestellt: in allen Klassenzimmer an den Schulen, die er selber betreibt oder für die er als Sachaufwandsträger zuständig ist. Fast alle: Die Realschulen und Förderzentren in Schöllnach und Osterhofen sollen ab 7. Oktober ausgestattet werden, die Neubauten des Robert-Koch-Gymnasiums und der Berufsschule I verfügen ohnehin über eine fest installierte Einzelraumbelüftung.

    Die neuen Schüler in der Wirtschaftsschule fanden sich am ersten Schultag nicht nur in einem ungewohnten Umfeld wieder und standen neuen Lehrern gegenüber, sondern entdeckten im Klassenzimmer auch einen rechteckigen Kasten, der ein wenig aussieht wie ein großer weißer Kühlschrank. Das Gerät springt automatisch an, wenn jemand das Klassenzimmer betritt. Das leise Surren ist kaum zu hören, bestätigen Schüler und Lehrer. Es sorgt dafür, dass die Luft von Partikeln und Viren gereinigt wird. "Das ist unser Beitrag dazu, dass Schule in Präsenz stattfinden kann", sagte der Landrat beim Pressetermin am Mittwoch in der sechsten Klasse der Wirtschaftsschule. Im Hinblick auf Corona ist auch Schulleiter Johann Riedl überzeugt, dank der Luftreinigungsgeräte sowie der umfangreichen Tests "verlässlich Präsenzunterricht mit geringen Infektionszahlen" abhalten zu können.

    Die Ausstattung mit den Luftreinigern lässt sich der Landkreis was kosten. Auf rund eine Million Euro beläuft sich der Preis für die insgesamt etwa 300 Geräte in allen Klassenzimmern, die Hälfte zahlt der Freistaat. "Es gibt nicht so viele Landkreise, die jetzt schon alle Klassen ausstatten", so Bernreiter.

    Warum war Deggendorf so schnell trotz notwendiger EU-weiter Ausschreibung bei dieser Summe? In Absprache mit den Fraktionsspitzen im Kreistag traf Bernreiter eine Eilentscheidung, die erst nachträglich im Gremium abgesegnet werden muss. Die Verwaltung arbeitete schon mit Hochdruck an der Ausschreibung, noch bevor die Staatsregierung die notwendige Richtlinie aussandte, erklärt der für die Landkreis-Schulen zuständige Kreiskämmerer Werner Neupert. Ende Juli wurde die Richtlinie bekannt gemacht, schon tags zuvor war die Deggendorfer Ausschreibung im Staatsanzeiger zu finden. Damit man nicht Opfer eines "Global Players" wurde, der sich den Gesamtauftrag unter den Nagel reißt und die Geräte vielleicht erst im kommenden Jahr liefert, teilte der Landkreis die Ausschreibung in vier Lose, um auch kleinen, regionalen Lieferanten eine Chance zu geben. Der Landkreis bekam über 200 Angebote und konnte Ende August die Aufträge vergeben. Die Rechnung ging (fast) auf. Zum Schulstart waren alle Geräte aus drei Losen installiert, nur Schöllnach und Osterhofen müssen noch warten, obwohl der Liefertermin fix vereinbart war. "Wir haben den Lieferanten sofort in Verzug gesetzt", so der Landrat. Ein Rückzug des Auftrags hätte aber womöglich eine noch längere Verzögerung zur Folge. Jetzt hofft man auf eine Lieferung ab 7. Oktober.

    Nichts hält Bernreiter vom Vorschlag, nur die Klassen bis zur sechsten Jahrgangsstufe auszustatten, weil sich die älteren Schüler ab zwölf Jahren impfen lassen könnten. "Da bekämen wir wieder Diskussionen, in denen wir uns wieder alle zerlegen. Wir müssen jetzt darauf achten, dass wir die Gesellschaft wieder einen", argumentiert Bernreiter.

    Sofern sich die Lage nicht arg verschlimmert, geht Bernreiter auch von einem Ende der Maskenpflicht in der Schule aus, sobald die aktuelle Infektionsschutzverordnung zum 1. Oktober ausläuft.

  • Berufsausbildung plus Fachabitur BS+ – eine Chance für die Zukunft Open or Close

    BSplus Infoveranstaltung

    Im Schuljahr 2019/2020 wurde die Kombination aus Berufsausbildung plus Fachabitur mit großem Erfolg an der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf eingeführt. An den beiden bisherigen „Startterminen“ haben sich dabei jeweils über 40 Azubis angemeldet. Damit wird die Attraktivität dieses Angebots eindrucksvoll belegt. Auch im Schuljahr 2021/2022 wird diese Kombination und die damit verbundene berufliche Chance an der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf wieder angeboten. Zielgruppe sind engagierte, leistungswillige und leistungsfähige Auszubildende aus den verschiedensten Ausbildungsberufen, die neben der „normalen“ Berufsausbildung mit Arbeit im Ausbildungsbetrieb und Besuch der zuständigen Berufsschule noch die Power haben, Zusatzunterricht insbesondere in Deutsch, Englisch und Mathematik zu besuchen. Als Lohn winkt dann neben dem Berufsabschluss das Fachabitur. Voraussetzung zum Besuch von „Berufsschule plus – BS+“ ist ein Ausbildungsvertrag in einem beliebigen Ausbildungsberuf und die Mittlere Reife mit der Quersumme von 10 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Unabdingbar sind daneben aber auch Power, Engagement, Durchhaltevermögen und Zeitmanagement. Nähere Informationen gibt es bei einem Infoabend am Dienstag, 21. September 2021, 18.30 Uhr an der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf sowie am Mittwoch 22. September 2021, 17:00 Uhr an der Staatlichen Berufsschule I Straubing.  Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Teilnahme auch online unter www.kbsdeg.de möglich. Start von „Berufsschule plus – BS+“ wird dann in der letzten Septemberwoche sein. Persönliche Anmeldungen zu „Berufsschule plus – BS+“ werden ab sofort nach telefonischer Terminvereinbarung im Sekretariat entgegengenommen.