Studiendirektor Gerhard Grimm (links) und Oberstudienrat Stefan Himmel betreuten den Probeunterricht 2019.Studiendirektor Gerhard Grimm (links) und Oberstudienrat Stefan Himmel betreuten den Probeunterricht 2019.

Wirtschaftsschule weiterhin gefragt
Mit dem Probeunterricht, der in dieser Woche an der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf stattfand, ist das Aufnahmeverfahren für die vierstufige Wirtschaftsschule für das Schuljahr 2019/2020 nahezu abgeschlossen.

Die Schülerinnen und Schüler aus der 6. bzw. 7. Jahrgangsstufe der Mittelschule, die den Schnitt von 2,66 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik nicht geschafft hatten, mussten sich den landeseinheitlichen Aufgaben in den Fächern Deutsch und Mathematik stellen.
Dem Probeunterricht werden dabei die Anforderungen der zuletzt besuchten Jahrgangsstufe unter Berücksichtigung der Anforderungen der Wirtschaftsschule zugrunde gelegt. Als bestanden gilt der Probeunterricht, wenn in den beiden Fächern mindestens die Noten 3 und 4 erreicht werden. Schüler, die in beiden Fächern die Note 4 erreicht haben, werden in die Wirtschaftsschule aufgenommen, wenn die Erziehungsberechtigten dies beantragen.
Auf Grund der geeigneten und bereits angemeldeten Schülerinnen und Schüler ist der Schulleiter der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf, OStD Johann Riedl, optimistisch, dass im Schuljahr 2019/2020 zwei 6. Klassen und eventuell drei 7. Klassen der vierstufigen Form der Wirtschaftsschule gebildet werden können.
Das heißt, der Zulauf an die Wirtschaftsschule ist ungebremst. Aktuell werden 432 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Schulleiter OStD Johann Riedl ist über diese Entwicklung deshalb auch mehr als zufrieden, sind diese Zahlen doch der Beleg dafür, dass das Bildungsangebot der Wirtschaftsschule wie eine vertiefte Allgemeinbildung, intensive Vermittlung informationstechnischer Kompetenzen und eine solide kaufmännische Grundausbildung bei Schülern wie Eltern gleichermaßen ankommt. Die Deggendorfer Wirtschaftsschule ist die schülerstärkste Wirtschaftsschule im Regierungsbezirk Niederbayern. Ab dem neuen Schuljahr gibt es auch ein Ganztagesangebot in offener Form.
Interessierte Schülerinnen und Schüler haben auch nach dem Probeunterricht noch die Möglichkeit, an die Wirtschaftsschule zu wechseln: Voraussetzung dafür ist, dass im Jahreszeugnis ein Notendurchschnitt von 2,66 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik erreicht oder eine Aufnahmeprüfung für den M-Zug der Mittelschule bestanden wird. Auch Realschüler und Gymnasiasten haben noch bis zum Schuljahresende die Möglichkeit, ihre Schullaufbahnentscheidung zu korrigieren und an die Wirtschaftsschule zu wechseln.
Ab Schuljahr 2019/2020 gibt es an der WS auch das Angebot „BerufsschulePLUS – BS+“; diese Form richtet sich an besonders leistungsfähige und leistungsbereite Auszubildende aller Ausbildungsberufe, die neben ihrer Berufsausbildung das Fachabitur (= Fachhochschulreife) erwerben wollen.

Von G. Grimm, StD