Jennifer und Antonia aus dem Team Schulmarketing bei der InternetrechercheJennifer und Antonia aus dem Team Schulmarketing bei der Internetrecherche

Soziale Medien gehören zur Lebenswelt von Jugendlichen. Dort begegnen ihnen auch Hate Speech, Verschwörungstheorien und Falschinformationen, Hasskampagnen und Shitstorms. Rechtsextreme Gruppen nutzen das Internet gezielt, um junge Menschen zu manipulieren und für ihre Ziele zu gewinnen.

Ihre Angebote sind vor allem auf Video-Plattformen und in Sozialen Medien sichtbar. Dort greifen sie Themen auf, die Jugendliche beschäftigen: Identität, Gerechtigkeit, Geschlechterrollen, Politik und Gesellschaft, Religion und Zusammenleben.
Und so sieht zum Beispiel ein selbst erstelltes Meme aus.Und so sieht zum Beispiel ein selbst erstelltes Meme aus.

Um die Jugendlichen darin zu bestärken eigene Perspektiven zu diesen Themen zu entwickeln, Fake News zu erkennen und rassistischen Äußerungen entgegenzutreten, wurden die Verantwortlichen des Projekts „bildmachen“ des Instituts für Medienpädagogik in die Wirtschaftsschule eingeladen. Das Schulmarketing-Team sowie die Klasse 8 c nahmen am zweitätigen Workshop teil. Dieser war in drei Teile gegliedert. Als Einführung wurde mit den Schülerinnen und Schülern über das Phänomen der sozialen Medien diskutiert. Welche Plattformen sind aktuell die beliebtesten, wieviel Zeit verbringt man täglich darauf und was ärgert einen am meisten im Umgang damit. Instagram und Snapchat sind dabei mit deutlichem Abstand die meist frequentierten Apps der Teilnehmer. Den meisten Frust machen Beleidigungen und Anfeindungen im Netz. Dies war dann auch der Übergang zum zweiten Teil des Workshops. Die Schülerinnen und Schüler berichteten von Erfahrungen mit Hasskommentaren im Netz und rassistischen Memes. Memes entstehen aus Bildern oder Videos, die sich wie Lauffeuer über das Internet verbreiten. Dabei handelt es sich in der Regel um aussagekräftige Motive, die mit einem Text kombiniert werden – und so neue Bedeutungen erhalten. Es war erstaunlich wie weit verbreitet diese Medienprodukte im Umfeld der Schülerinnen und Schüler sind. Oftmals wird dabei gezielt mit Falschinformationen, getarnt als Nachrichten, gearbeitet. Hier schloss sich dann der dritte Teil des Workshops an, indem Tipps gegeben wurden, wie man solche Fake News erkennt und wie man Hate Speech in Form von Memes entgegentreten kann. Highlight für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops war dann das Erstellen eigener Memes und Gifs (animierte Bilddatei in Endlosschleife). Mit Tablets und speziellen Apps wurden eigene Medienprodukte erstellt. Der Kreativität der Wirtschaftsschüler waren dabei keine Grenzen gesetzt. Es konnten „berühmte“ Memes-Hintergrundbilder verwendet werden, Gifs mit speziellen digitalen Daumenkino angefertigt und sogar mittels „Green-Screen“ eigene Hintergründe erstellt werden. Im Zusammenhang damit und anhand von praktischen Beispielen wurde dabei auch auf die wichtigen Themen Datenschutz und Recht am Bild näher eingegangen. Die Schülerinnen und Schüler hatten großen Spaß beim Erstellen der Memes, Gifs und Videos und zudem den Lerneffekt, wie einfach und schnell auch „falsche Nachrichten“ mit den richtigen technischen Hilfsmitteln erstellt werden können.
Insgesamt war der zweitätige Workshop ein voller Erfolg, der die Wirtschaftsschüler im verantwortlichen Umgang mit Internetplattformen gestärkt hat. Sie sind sensibilisiert worden für den Umgang mit Falschinformationen und haben nun „eigene“ Memes, um sich rassistischen Äußerungen entgegenzustellen.