Die Mundartdichter Frau Anna Gruber Steinacher, Frau Roswitha Pogotz, Frau Gerti Reinhardt und Herr Domkapitular H.H. Max HuberDie Mundartdichter Frau Anna Gruber Steinacher, Frau Roswitha Pogotz, Frau Gerti Reinhardt und Herr Domkapitular H.H. Max Huber

Anlässlich der 24. Bairischen Mundarttage in Deggendorf kamen drei Mundartdichterinnen – Frau Gerti Reinhardt, Frau Roswitha Pogotz und Frau Anna Gruber Steinacher – sowie Herr Domkapitular H. H. Max Huber im Rahmen des Deutschunterrichts an die Staatliche Wirtschaftsschule Deggendorf, um eine Kostprobe ihrer literarischen Mundart-Schmankerl zu geben bzw. auf die Besonderheiten der Mundart hinzuweisen.

Die Gäste kamen aus Niederbayern, aus Oberösterreich und Südtirol.
Eine wichtige Aufgabe an bayerischen Schulen – so das Kultusministerium – ist es, bei allen Schülerinnen und Schülern das Bewusstsein dafür zu schärfen, Dialekt als Wurzel und bereicherndes Element der deutschen Sprache wahrzunehmen. Der Dialekt ist als wesentlicher Bestandteil jugendlicher Erfahrungswelt somit auch Gegenstand des Lehrplans und des Sprachunterrichts.
Domkapitular H.H. Max Huber liest in der 11. Klasse.Domkapitular H.H. Max Huber liest in der 11. Klasse.

Wie schön und spannend, aber auch wie wichtig gerade heute noch Mundart sein kann, das wollten die vier Autoren dem Nachwuchs an der Wirtschaftsschule vermitteln. So stand also am Freitag, den 27.09. für fünf Klassen bairische Literatur bzw. Aufklärung über die Mundart auf dem Stundenplan.
Seine G’schichten, Anekdoten und Aphorismen sind oft aus dem richtigen Leben gegriffen, so die zentrale Aussage des Domkapitulars H. H. Max Huber; „man kann in Mundart so viel ausdrücken, vor allem alle Bereiche des Lebens bestens zum Ausdruck bringen.“, betonte der Autor aus Niederbayern.
Frau Gerti Reinhardt und Frau Anna Gruber Steinacher vor der 6. KlasseFrau Gerti Reinhardt und Frau Anna Gruber Steinacher vor der 6. Klasse

Aufmerksam und auch staunend verfolgten die Schüler ferner die Lesungen von Frau Roswitha Pogotz, Frau Anna Gruber Steinacher und Frau Gerti Reinhardt. Hintersinnig, witzig, aber manchmal auch ernst und nachdenklich waren die Mundartgedichte, die von den Autorinnen vorgetragen wurden. Letztlich war das Publikum überrascht, wie spannend und einfühlsam die Autoren ihre Verse rezitierten.
Den Schülerinnen und Schülern hat’s insgesamt recht gefallen und sie geizten nicht mit genügend Applaus. Auch so kann heute Schule sein!
Von Gerhard Grimm, Studiendirektor