Erste Begegnung mit den Heimbewohnerinnen und -bewohnernErste Begegnung mit den Heimbewohnerinnen und -bewohnern

Ethikprojekt der 8. Jahrgangsstufe der WS DEG

„Das eigene Leben gestalten und einen Sinn finden“ – „Sinnvoll leben“: Diese Lehrplaninhalte versuchte StRin Astrid Schützeneder ihren Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangsstufe im Fach Ethik näher zu bringen.

Dazu diskutierten die Jugendlichen über vielfältige Möglichkeiten, ihrem Leben Sinn zu geben, und beurteilen diese mit Blick auf ihre eigenen Einstellungen und Bedürfnisse. Auch verschiedene Sinnkrisen wurden in diesem Zusammenhang thematisiert. Dabei stieß die Ethikklasse auf den Begriff „Einsamkeit“. Um den Jugendlichen zu zeigen, dass es im Alter sehr wohl einen Sinn gibt zu leben und dass man nicht vereinsamen muss, besuchte die Ethikklasse im Oktober das Städtische Elisabethenheim.

Der Heimleiter Herr Weiss, die Heimbeiratsvorsitzende Rosemarie Fritze und eine Gruppe von Bewohnerinnen und Bewohnern, die im Eingangsbereich saßen, begrüßten die Schülerinnen und Schüler. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden die Grundsätze des Heims erläutert. Anschließend tauschten sich die Jugendlichen mit den Heimbewohnerinnen und –bewohnern aus. Zum Abschluss gab Herr Weiss der Ethikklasse noch eine kurze Führung durch den unteren Bereich des Heims und erzählte einige Anekdoten aus dem Alltag.

Arwinder Singh (7 C) und Arda Ulukus (7 B) lesen eine Geschichte über das Wollknäuel vor.Arwinder Singh (7 C) und Arda Ulukus (7 B) lesen eine Geschichte über das Wollknäuel vor.Zurück im Klassenzimmer diskutierte die Ethikklasse erneut über die Frage „Sinnvoll leben - seinem Leben einen Sinn geben - aber wie?“. Eine Antwortmöglichkeit: Ehrenamt. Deshalb besuchten die Jugendlichen zur Weihnachtszeit erneut das Städtische Elisabethenheim Deggendorf – aber dieses Mal sollte die ehrenamtliche Tätigkeit im Vordergrund stehen: Den Bewohnerinnen und Bewohnern wurden ausgewählte Kurzgeschichten vorgelesen und anschließend selbstgeschriebene Weihnachtskarten verteilt. Zum Abschluss sangen die Anwesenden bei Kinderpunsch und Plätzchen gemeinsam verschiedene Weihnachtslieder.
Diese Aktion zauberte allen Beteiligten ein Lächeln ins Gesicht. Passend zur Weihnachtszeit erklärte der Heimleiter Herr Weiss, dass die Jugendlichen nun Licht in das Elisabethenheim gebracht haben, weil sie sich für die Bewohnerinnen und Bewohner Zeit genommen haben. Mit dem Spruch „Licht hellt auf, wenn man es weitergibt“ veranschaulichte er dies.

Um noch tiefer in diese Thematik einzutauchen, half die Ethikklasse bei der Gestaltung eines Ehrenamt-Hefts für das Städtische Elisabethenheim mit. Die Jugendlichen informierten sich über die unterschiedlichen Aktionen des Elisabethenheims und über die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten. Sie versuchten mit ihren gewonnenen Eindrücken während ihrer Besuche dies alles auch aus der Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner zu reflektieren. Beispielsweise sammelten sie beim Brainstorming verschiedene Begriffe zum Thema Ehrenamt und entschieden sich schließlich für folgendes Ergebnis:

Als Dank für das Engagement wurde die Ethikklasse der 8. Jahrgangsstufe zum „Dankeschön-Abend“ ins Elisabethenheim eingeladen, dieser fand am Donnerstag, den 06.02.2020, statt. Als Vertreterinnen waren Janina Dießinger und Laura Dull anwesend. Die Lehrkraft StRin Schützeneder musste sich leider aufgrund einer Erkrankung entschuldigen. Zudem wurde der Abend von Jonas Geiß mit seiner Steirischen Harmonika umrahmt.

Aufgrund der Corona-Krise und der damit eingehenden Schulschließung konnte das Projekt nun nicht mehr gemeinsam beendet werden. Jedoch bedankt sich der Heimleiter Herr Weiss für das Engagement und Interesse der Ethikklasse.

Von StRin Astrid Schützeneder