Die Klasse mit Initiator StR Daniel Irber und dem SchulhundDie Klasse mit Initiator StR Daniel Irber und dem Schulhund

Überpünktlich, vollständig und ein wenig aufgeregt warteten die Schülerinnen an diesem Morgen auf den Beginn des Unterrichts. Der Klasse 8 A der Staatlichen Wirtschaftsschule Deggendorf bot sich eine großartige Gelegenheit. Im Unterrichtsfach Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle (BSK) lernten die Schülerinnen bei ihrer Lehrkraft StR Daniel Irber zusammen mit einem Therapiebegleithund. Alle wollten Kuno kennenlernen.

Nach dem Begrüßungsritual spitzte der Kopf des Springerspaniels durch die angelehnte Tür. Die Aufmerksamkeit der Schülerinnen ganz auf den Vierbeiner gerichtet. Normalerweise arbeitet Kuno mit seinem Frauchen in einer logopädischen Praxis als zertifiziertes Therapiebegleithundeteam. Jetzt durfte der eineinhalb jährige Rüde einen Schulhundeeinsatz durchführen: Dabei wurde der Unterrichtsstoff im Lehrer-Schüler-Gespräch, in Partner- und Gruppenarbeit in Form von tiergestützter Pädagogik integriert. Beispielsweise wurden die Pflichtangaben einer Rechnung erarbeitet.

Der Therapiehund Kuno aus einer logopädischen PraxisDer Therapiehund Kuno aus einer logopädischen Praxis

Die Schülerinnen durften sich nach Meldung einen Futterbeutel zuwerfen und als Belohnung für einen gelungenen Unterrichtsbeitrag Kuno füttern. Dies bewirkte bei den Schülerinnen – selbst bei schüchternen - eine sichtbare Lernmotivation, sich in den Unterricht einbringen zu wollen. Immerhin ist es was Besonderes, den Hund füttern zu dürfen. Unterschiedliche Formen von Hundeleckerlis bestimmten zum Höhepunkt der Unterrichtsstunde die Gruppeneinteilung und förderte ein weiteres pädagogisches Ziel: den Zusammenhalt in der Klasse. Hierbei war es den Schülerinnen egal, mit wem sie zusammenarbeiteten. Der Fokus lag darauf, sich in der richtigen Gruppe zu finden. Zügiges gemeinsames Arbeiten war gefragt. Denn welche Gruppe die Aufgabe erledigt hatte, durfte den Therapiebegleithund zu sich rufen, die nächste Aufgabe, die auf dem Rücken seines Brustgeschirrs gepinnt war, abnehmen und den nächsten Handlungsschritt abarbeiten. Während des Unterrichts schnupperte auch der Schulleiter OStD Johann Riedl zu einer Stippvisite in das Klassenzimmer. Er begrüßte alle Anwesenden und betonte die positive Wirkung von Schulhunden auf die Lernatmosphäre. Für die Schülerinnen war der Einsatz des Schulhundes ein faszinierendes und gewinnbringendes Erlebnis und entgegen der zu vermuteten Erwartung keine Ablenkung des Unterrichtsgeschehens.