|
|
|
Fachschaft
Textverarbeitung Textverarbeitung - berufliche Anforderungen im Mittelpunkt Für
das Leben in der heutigen Informationsgesellschaft ist Kommunikation eine
unerlässliche Grundlage. Moderne Textverarbeitung versteht sich hier als
ein wichtiges Element. Um diesem Auftrag gerecht zu werden, weist der
Lehrplan drei Kompetenzbereiche aus. Es sind dies · das Erstellen von Schriftstücken, · das Gestalten von Schriftstücken · und das rationelle Bearbeiten von Schriftstücken. Das Erstellen von Schriftstücken erfolgt dabei mittels des 10-Finger-Tastschreibens, wie es schon seit den Tagen des alten Schreibmaschinenunterrichts an der Wirtschaftsschule mit besonderer Konsequenz vermittelt wird. Beim Gestalten von Schriftstücken stehen die Berücksichtigung von DIN-Regeln und Grundregeln der Typographie und Layout im Mittelpunkt. Besonders mit diesen beiden Kompetenzbereichen leistet der Textverarbeitungsunterricht über das rein fachliche hinaus auch einen wichtigen Beitrag zur Erziehung zu Konzentration, Fleiß, Ausdauer, Ordnung, Sauberkeit, Selbstdisziplin und Leistungsbereitschaft, aber auch zur Förderung der Kreativität und der Fähigkeit und Bereitschaft, mit Arbeitsgeräten sachkundig und verantwortungsbewusst umzugehen. Bei den vom Lehrplan empfohlenen Unterrichtsmethoden hat man immer auch die Anforderungen der späteren Berufswelt im Auge. So sollen durch konkrete berufsbezogene Aufgabenstellungen, die auch im Team zu lösen sind, die Schülerinnen und Schüler fundierte berufliche Handlungskompetenz entwickeln. Neben der angestrebten Fachkompetenz stehen also auch in gleichem Maße die Personal-, Sozial- und Methodenkompetenz im Blickfeld. Durch selbstständig organisierte Arbeitsprozesse eignen sich Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen an und stärken ihre Bereitschaft zur Übernahme der Verantwortung für sich und ihre Umwelt. Die Lehrplanvorgaben werden auch der Tatsache gerecht, dass die Schülerinnen und Schüler erfahrungsgemäß im Textverarbeitungsunterricht, insbesondere in der zweistufigen Form der Wirtschaftsschule, mit recht unterschiedlichen Vorkenntnissen beginnen. Diese große Bandbreite an Lernvoraussetzungen erfordert eine verstärkte Binnendifferenzierung durch die Lehrkraft, z. B. durch eine individuelle Zuordnung von Aufgaben, die abhängig vom Förderschwerpunkt der Schülerinnen und Schüler gestellt werden. Auch Hausaufgaben können individuell vergeben werden. In einem modernen Unterricht ist der fächerübergreifende Aspekt von besonderer Bedeutung. Auch im Textverarbeitungsunterricht bestehen zu anderen Fächern zahlreiche Querverbindungen, die zu nutzen sind, da sie die praxisorientierte Ausrichtung des Faches weiter unterstützen. Das Fach Textverarbeitung greift dabei immer wieder auf die in anderen Fächern erworbenen Kompetenzen zurück, sodass eine enge Zusammenarbeit mit den anderen Fachkolleginnen und Fachkollegen unerlässlich wird. So können z. B. Schreiben, die in den Fächern Deutsch, Übungsfirmenarbeit und Betriebswirtschaft entworfen wurden, normgerecht in Geschäftsbriefe oder andere Schriftstücke umgesetzt werden. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass mit dem neuen Lehrplan ein weiterer Schritt hin zur Schaffung grundlegender Voraussetzungen gelungen ist, damit die Schülerinnen und Schüler unserer Wirtschaftsschule später in der Berufs- und Arbeitswelt selbstständig und verantwortlich handeln und entscheiden können. Marianne
Faßer, FLin |
|
FLin Petra Hofmeister, FLin Dagmar Pleintinger, FLin Marianne Faßer, StR M. Edbauer, FLin Irmtraud Wenz-Hube |